Am 22. März 2026 wird im Berchtesgadener Land eine entscheidende Stichwahl stattfinden. In dieser stehen sich der Kandidat der CSU, Franz Rasp, und Michael Koller von den Freien Wählern gegenüber. Franz Rasp wird als erfahrener und verantwortungsbewusster Kandidat beschrieben und erhält einen Aufruf zur Unterstützung für die Wahl an diesem Tag. Neben der Landratswahl gibt es in den Gemeinden Bischofswiesen, Berchtesgaden und Piding ebenfalls Stichwahlen um das Bürgermeisteramt (Quelle 1).
Die Ausgangslage ist spannend: Michael Koller erhielt bei der ersten Wahlrunde 36,9 Prozent der Stimmen, während Franz Rasp auf 33,4 Prozent kam. Die anderen Kandidaten, Bartl Wimmer von den Grünen und Roman Niederberger von der SPD, konnten lediglich 23,8 Prozent bzw. 5,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Stichwahl wird somit eine richtungsweisende Entscheidung, denn sollte Koller gewinnen, wäre es das erste Mal seit 1972, dass kein CSU-Mitglied Landrat im Berchtesgadener Land ist. Der amtierende Landrat Bernhard Kern, der sich nicht erneut zur Wahl stellte, wird ab Mai hauptamtlicher Bürgermeister in Halblech sein (Quelle 2).
Kommunalwahlen in Bayern
Die bevorstehenden Wahlen im Berchtesgadener Land sind Teil eines größeren Trends, der sich bei den Kommunalwahlen in Bayern zeigt. Hier haben die Wähler die Möglichkeit, über Bürgermeister, Landräte sowie die Zusammensetzung von Kreistagen und Gemeinderäten abzustimmen. In den letzten Jahren war eine steigende Wahlbeteiligung zu beobachten, insbesondere in größeren Städten wie Augsburg und München. Diese Kommunalwahlen haben nicht nur lokale Auswirkungen, sondern auch Signalwirkung auf die bayerische Landespolitik, da sie die letzte landesweite Abstimmung vor der Landtagswahl 2028 darstellen (Quelle 3).
Die CSU strebt an, ihre kommunale Verankerung zu festigen, nachdem ihr landesweiter Prozentwert gesunken ist. Die Freien Wähler hingegen betrachten die Kommunalwahlen als essenziell für ihre Basis und ihre Verankerung in der Kommunalpolitik. Die AfD zeigt ebenfalls Ambitionen auf eine stärkere Rolle in den Kommunalparlamenten, während die Grünen und andere kleinere Parteien sich in einer veränderten Ausgangslage befinden. Auch die SPD hat immer noch eine erhebliche Anzahl an Bürgermeistern im Land, jedoch weniger als die CSU (Quelle 3).
Mit der bevorstehenden Stichwahl am 22. März wird sich zeigen, wie die Wähler im Berchtesgadener Land ihre politischen Präferenzen setzen und welche Richtung die Kommunalpolitik in den kommenden Jahren einschlagen wird. Die Wahlversprechen, die Kandidaten und die lokale Themenlage werden entscheidend dafür sein, wer das Vertrauen der Bürger gewinnen kann.



