Im Berchtesgadener Land tut sich etwas im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs! Am 16. März 2026 startet ein neues Rufbus-System, das die Anbindung an das bestehende ÖPNV-Angebot erheblich verbessern soll. Diese Initiative ist darauf ausgerichtet, die Erreichbarkeit in den Siedlungsgebieten zu erhöhen und wird durch die Integration von Taxis ergänzt, die bei fehlenden Linienverbindungen zum Einsatz kommen. Der Landkreis hat zudem beschlossen, dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV) beizutreten, was als bedeutender Schritt für die Region angesehen wird. Hier erfahren Sie mehr darüber.
Das Landratsamt hat sich seit über einem Jahr intensiv mit der Entwicklung dieses landkreisweiten Rufbussystems befasst. Ziel ist es, über 350 neue Haltestellen zu den bestehenden 680 ÖPNV-Haltestellen hinzuzufügen. Die neuen Haltestellen werden einheitlich und einprägsam gestaltet, damit sie leicht gefunden werden können. Dabei wird die maximale Entfernung zur nächsten Haltestelle für Siedlungsgebiete auf 300 Meter und für abgelegene Siedlungen auf 500 Meter beschränkt. Die Fahrgäste können sich zudem auf eine maximale Wartezeit von 45 Minuten und eine Gehzeit von maximal 30 Minuten freuen, um zu ihren Zielen zu gelangen.
Organisatorische Details und Buchungsmöglichkeiten
Die Betriebsbereiche des neuen Systems sind in Nord, Mitte und Süd aufgeteilt, wobei spezifische Gemeinden zugeordnet werden. Interessanterweise wird das Watz-Mobil bereits im Talkessel eingesetzt und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Umsetzung des neuen Systems. In den ersten beiden Betriebsjahren werden die Taxis sieben Tage im Voraus buchbar sein, was die Planung für die Fahrgäste erleichtert und gleichzeitig den Taxiverkehr nicht gefährdet, da keine Haustürabholung möglich ist.
Für die Finanzierung sieht der Landkreis Haushaltsmittel in Höhe von 300.000 Euro für das Jahr 2026 vor, welche ab 2027 auf jährlich 376.000 Euro erhöht werden sollen. Taxiunternehmen haben sich positiv über die Integration in das System geäußert, und es wurden Sondervereinbarungen beschlossen, um die Zusammenarbeit zu optimieren.
Nachhaltigkeit und Mobilitätswende
Diese Entwicklungen im Berchtesgadener Land sind Teil einer größeren Bewegung hin zu nachhaltiger Mobilität. Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) steigen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr seit 2022 wieder, nachdem sie während der Corona-Pandemie gesunken waren. Täglich befördern VDV-Unternehmen 26 Millionen Fahrgäste und ersetzen damit 18 Millionen Autofahrten. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig ein gut funktionierendes ÖPNV-System ist, nicht nur für die Mobilität der Menschen, sondern auch für die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Der ÖPNV hat in den letzten Jahren signifikant zur Einsparung von 10 Millionen Tonnen CO2 beigetragen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das neue Rufbus-System im Berchtesgadener Land nicht nur die Erreichbarkeit verbessert, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Die Region geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie innovative Konzepte zur Mobilitätswende beitragen können. Die nächsten Schritte sind bereits in Planung, und die Vorfreude auf den Start im März 2026 wächst!