In Halblech herrscht Aufregung: Der ehemalige Landrat des Berchtesgadener Landes, Bernhard Kern, hat seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in der Gemeinde bekanntgegeben. Kern, der seit der Kommunalwahl im März 2020 Landrat war, will mit seiner Erfahrung und seinem politischen Know-how in die neue Rolle hineinwachsen. Als vor einem Jahr der Entschluss fiel, nicht erneut für das Landratsamt zu kandidieren, äußerte er den Wunsch, mehr Zeit für seiner Familie zu haben und meldete nun sein Interesse am Bürgermeisterposten an. BGland24 berichtet, dass seine Entscheidung im November 2025, bei der kommenden Kommunalwahl am 8. März 2026 für Halblech zu kandidieren, auf den Austausch mit anderen Landräten zurückzuführen sei.
Kern ist ein Mann der Taten. Seine politische Laufbahn umfasst bereits das Bürgermeisteramt in Saaldorf-Surheim und die Rolle als Landrat, wobei er sich während seiner bisherigen Tätigkeit Akzente setzen konnte. Im Gemeinderat von Halblech wurde er mit großem Rückhalt zum Kandidaten gewählt, und während eines persönlichen Gesprächs mit dem amtierenden Bürgermeister Johann Gschwill, der nicht mehr zur Wahl antreten wird, entdeckte Kern den Reiz, aktiv mitzugestalten und Ideen für die Gemeinde umzusetzen. Kreisbote erläutert, dass Kern besonderen Wert auf respektvollen Umgang, offene Kommunikation und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat legt.
Herausforderungen für Halblech
Die Herausforderungen in Halblech sind für Kern nicht neu. Themen wie Abwasser, Kläranlagen und Wohnraummangel beschäftigen die Gemeinde, und er ist überzeugt, dass seine vorherigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik hierbei von großem Nutzen sein werden. Mit Blick auf die finanziellen Gegebenheiten der Gemeinden in Bayern, die laut Berichten nun unter Druck stehen, könnte es bei der bevorstehenden Wahl auch auf die wirtschaftliche Stabilität und eine kluge Finanzpolitik ankommen. BR.de hebt hervor, dass in diesem Zusammenhang fast 40.000 Mandate bei der Kommunalwahl vergeben werden, aber viele Kommunen aufgrund steigender Kosten in der Klemme stecken.
Die Gemeinde Halblech könnte von einer soliden finanziellen Gestaltung profitieren, und Kern ist bereit, diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Er sieht seine Entscheidung, nicht mehr als Landrat zu kandidieren, nicht als Ablehnung seiner Partei, sondern als Schritt für seine persönliche Entwicklung.
Für die kommenden Monate plant Kern, sich intensiv bei den Bürger:innen vorzustellen und erhofft sich damit eine starke Unterstützung für seine Kandidatur. Trotz seiner neuen Heimat, die über 180 km von seinem bisherigen Wohnort entfernt ist, glaubt er, hier in Halblech ein neues Kapitel einzuschlagen und gleichzeitig mehr Zeit für die Familie zu gewinnen. Die Vorbereitungen zur Kommunalwahl laufen bereits, und die ersten Schritte sind getan.