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In Bayreuth wird der „Wassermonat März“ mit zwei spannenden Ausstellungen begangen, die das Thema Wasser in den Fokus rücken. Diese Ausstellungen sind Teil eines Projekts in Kooperation mit der Region Bayreuth und bieten sowohl informative als auch unterhaltsame Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die mit dem Thema Wasser verbunden sind. Die offizielle Eröffnung findet am Donnerstag, den 5. März, um 16.30 Uhr in der Galerie im 1. Obergeschoss des RW21 statt. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Regionalmanagerin Eva Rundholz werden die Eröffnungsrede halten, während Sigfried Michl für die musikalische Untermalung sorgt. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist kostenfrei während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek.

Die erste Ausstellung, „Alles im Fluss!? Wasser in der Krise“, wird von der Petra-Kelly-Stiftung bereitgestellt. Sie thematisiert die kritischen Fragen rund um Klimawandel, Wasserverfügbarkeit und Wasserverschmutzung. Auf 14 großformatigen Bannern wird verdeutlicht, wie die globale Klimakatastrophe zunehmend zu einer Wasserkrise in Deutschland führt. Die Ausstellung informiert darüber, wie Starkregen und Hitzeextreme Mensch und Natur gefährden und behandelt die Stressfaktoren, die Gewässer wie Seen und Flüsse durch Düngemittel und Schadstoffe belasten. Auch die sinkenden Niederschläge und ihre Folgen auf Grundwasser, Wälder und Moore werden thematisiert. Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher zu informieren und zu motivieren, sich aktiv in Kommunen, Parlamenten und im Alltag für den Schutz dieser wertvollen Ressource einzusetzen.

Interaktive Karikaturen und humorvolle Perspektiven

Die zweite Ausstellung, „Witzig, aber wahr!“, ist eine interaktive Karikaturenausstellung, die in Kooperation mit dem Forum für internationale Entwicklung und Planung (finep) realisiert wurde. Auf sechs großen humorvollen Bannern werden Karikaturen präsentiert, die sich mit verschiedenen Aspekten der Wasserkrise auseinandersetzen. Die Themen reichen von Extremwetterereignissen über Dürren bis hin zur Plastikverschmutzung. Besucher haben die Möglichkeit, die Karikaturen zu bewerten und mit „Witzig!“ oder „Nicht witzig!“ zu kommentieren. Diese interaktive Herangehensweise soll dazu beitragen, die Problematik auf eine unterhaltsame Weise zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen.

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Beide Ausstellungen richten sich an ein breites Publikum ab 15 Jahren, darunter Familien und Fachinteressierte. In Anbetracht der globalen Situation ist es besonders wichtig, die Aufmerksamkeit auf den Schutz unserer Wasserressourcen zu lenken. Wasser ist nicht nur eine lebenswichtige Ressource, sondern auch ein Schlüssel zur Erhaltung der Biodiversität und zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, landwirtschaftlichen Produktion und Energieerzeugung. Der Klimawandel bringt häufigere Hitze- und Dürreperioden mit sich, die die Wasserversorgung weiter gefährden.

Wasser und seine Herausforderungen im globalen Kontext

Die Herausforderungen bezüglich Wasserressourcen sind nicht nur lokal, sondern auch global von Bedeutung. Der Wasseratlas 2025, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem BUND, befasst sich mit dem Schutz von Wasserökosystemen und der Stärkung des Menschenrechts auf Wasser. Dieser Atlas ist ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit nachhaltiger Wasserressourcen zu schärfen und die übermäßige Nutzung und Verschmutzung zu thematisieren. Mit 22 Themendoppelseiten und zahlreichen Abbildungen bietet er umfassende Informationen, die online verfügbar sind.

In Deutschland hat die Bundesregierung das Bundesprogramm „Wasser: N“ ins Leben gerufen, um die Wasserforschung zu fördern. Mit einem Budget von rund 350 Millionen Euro sollen sektorenübergreifende Forschungen unterstützt werden, die sich auf sauberes Wasser, intakte Ökosysteme und Schutzmaßnahmen vor extremen Wasserereignissen konzentrieren. Diese Initiativen sind entscheidend, um den Herausforderungen, die durch Wasserknappheit und -verschmutzung entstehen, wirksam zu begegnen. Die internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich, um nachhaltige Lösungen für die Wasserkrise zu entwickeln und die geopolitischen und sozialen Risiken, die damit verbunden sind, zu minimieren.

Insgesamt zeigen die Ausstellungen im RW21, dass der Dialog über Wasser nicht nur notwendig, sondern auch spannend und anregend sein kann. Es liegt an uns allen, aktiv an der Lösung dieser globalen Herausforderung mitzuwirken und die Zukunft unserer Wasserressourcen zu sichern. Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie auf der Website der Stadt Bayreuth unter diesem Link.