Silvester 2026 in Bayreuth: Zwischen Glück und Chaos – Bilanz der Einsatzkräfte
Bayreuth blickt auf einen gemischten Jahreswechsel 2026 zurück: Feuerwehr im Einsatz, Polizei verzeichnet Körperverletzungen.

Silvester 2026 in Bayreuth: Zwischen Glück und Chaos – Bilanz der Einsatzkräfte
Die Bevölkerung in Bayreuth begrüßte das neue Jahr 2026 in einem vergleichsweise ruhigen Ambiente. Während Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr die ganze Nacht im Einsatz waren, blieb die Bilanz gemischt, wie Bayreuther Tagblatt berichtet. Zahlreiche Straftaten und Verletzungen machten zwar die Runde, gravierende Sicherheitsstörungen blieben jedoch aus.
Insgesamt rückten die Helfer zehnmal wegen Feuerwerksvorfällen aus. In drei Fällen war das Feuer bereits erloschen, als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf. Besonders in der Hugenottenstraße und der Meistersingerstraße mussten brennende Mülltonnen gelöscht werden. Zudem drohte in Unternschreez eine brennende Hecke auf ein Haus überzugreifen, was rechtzeitig verhindert werden konnte. Schätzungen zufolge entstand durch die Feuer den Bürgern ein Sachschaden von rund 1.000 Euro.
Unruhige Lage für die Polizei
Die Polizei hatte es in der Silvesternacht deutlich unruhiger. So wurden mehrere Körperverletzungen und Widerstände verzeichnet. Erfreulicherweise hielten sich die meisten Bürger an die Böllerverbotszone in der Innenstadt. Dennoch gab es einige Vorfälle, die auffielen: Ein 24-jähriger Hallenser zündete um 21:30 Uhr einen Böller und bedrohte Passanten mit einem Schlagring, während er zudem ein Klappmesser und illegale Pyrotechnik mit sich führte, trotz eines bestehenden Waffenbesitzverbots.
Auch die Einsatzkräfte selbst blieben nicht verschont. Um 00:30 Uhr wurde eine Polizeibeamtin durch eine umgestoßene Feuerwerksbatterie verletzt. In der Scheffelstraße kam es zudem zu einer Auseinandersetzung: Ein 21-Jähriger schlug einem 45-Jährigen ins Gesicht, der Verdacht auf einen Jochbeinbruch steht im Raum. In der Hedwigstraße wurde eine Gruppe von vier 15-Jährigen von einem 24-Jährigen angegriffen, wobei alle leichte Gesichtsverletzungen davontrugen.
Ein Blick auf die bundesweiten Geschehnisse
Wenn man auf die Ereignisse in Deutschland insgesamt schaut, wird die Lage bedenklicher. Wie ZDF berichtet, verloren fünf Menschen in der Silvesternacht ihr Leben durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Unter den Verletzten befanden sich auch viele Einsatzkräfte. Tragischerweise starb ein 24-Jähriger in Geseke, nachdem er einen vermutlich selbstgebauten Böller zündete, während in Sachsen zwei Männer, 45 und 50 Jahre alt, durch Explosionen bei der Benutzung von Feuerwerk zu Tode kamen.
Mindestens 400 Personen wurden in Berlin festgenommen, nachdem es dort zu Übergriffen auf die Polizei kam. Insbesondere in München kam es zu Ausschreitungen, bei denen mehrere hundert Menschen Polizeibeamte angriffen, was die Situation zusätzlich eskalieren ließ. Die Innensenatorin von Berlin verurteilte diese Angriffe und forderte eine konsequente Strafverfolgung.
Abschließend ziehen die Einsatzkräfte in Bayreuth eine positive Bilanz bezüglich der Zusammenarbeit und heben hervor, dass viele Bürger besonnen agiert haben. Dennoch wurden zahlreiche Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz registriert, was zeigt, dass das Thema Sicherheit und Ordnung auch in der nächsten Silvesternacht weiterhin auf der Agenda stehen muss, wie die Deutsche Welle zusammenfasset.