In der bayerischen Stadt Bayreuth wird vom 22. bis 26. März 2026 ein bedeutendes Ereignis für die evangelische Kirche stattfinden: Die Landessynode 2026. Über hundert neue Synodale, darunter auch Protokollschreiberinnen, IT-Unterstützer und Gäste, werden sich zur ersten Tagung versammeln, um wichtige kirchliche Angelegenheiten zu besprechen. Die Tagung beginnt feierlich mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche, bei dem Landesbischof Christian Kopp die Predigt halten wird. Im Anschluss steht die Wahl der Vertretungen in den Ausschüssen auf der Agenda, gefolgt von einem Empfang am Abend.

Am Montag, dem 23. März 2026, wird die Plenarsitzung zur Wahl des Präsidenten oder der Präsidentin der Synode stattfinden. Dies ist der erste Schritt in einer Reihe von Sitzungen, in denen die Ausschüsse gebildet und die ersten Arbeitskreise ins Leben gerufen werden. Der neu gewählte Präsident oder die Präsidentin wird am Dienstag, dem 24. März 2026, die erste Ansprache halten, gefolgt von einem Bericht von Landesbischof Kopp über dringende Anträge und Themen zur Aktuellen Stunde. Am Mittwoch wird der Landeskirchenrat einen Bericht erstatten, während nicht-öffentliche Sitzungen der ständigen Ausschüsse zur Wahl der Vorsitzenden stattfinden.

Einblick in die Tagung

Die Frühjahrstagung der Landessynode hat einen thematischen Schwerpunkt auf Gesetzesvorlagen, Eingaben und Anträgen. Zu den eingereichten Vorlagen gehören unter anderem ein Antrag des Dekanats Schweinfurt zur Weiterentwicklung des Evangelischen Gesangbuchs sowie eine Eingabe zur Stärkung des Religionsunterrichts und ein Antrag zum Thema „Seelsorge für Synodaltagungen“. In den letzten Jahren haben die Tagungen bereits in vielen bayerischen Orten weitreichende Entscheidungen hervorgebracht, die das kirchliche Leben maßgeblich beeinflussen.

Die Landessynode hat die letzte Entscheidung in allen kirchlichen Fragen und teilt die geistliche sowie rechtliche Leitung der Landeskirche mit der Bischöfin, Pröpstinnen und dem Rat der Landeskirche. Sie wählt den Bischof oder die Bischöfin und erlässt Gesetze sowie den Haushalt der Landeskirche. Diese Entscheidungen schaffen die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche. Besonders wichtig ist, dass die Synode den Synodalvorstand wählt, der unter anderem aus dem Präses Dr. Michael Schneider und der ersten Beisitzerin, Kirchenrätin Dr. Isabel Schneider-Wölfinger, besteht.

Ausblick auf künftige Tagungen

Die Landessynode trifft sich zweimal im Jahr, wobei die Herbsttagung, die vom 22. bis 25. November 2026 in Amberg stattfinden wird, sich auf den Haushalt für das kommende Jahr konzentriert. Im Jahr 2027 sind weitere Tagungen in Bad Kissingen und Amberg geplant. Die Synode betrachtet damit nicht nur die gegenwärtigen Herausforderungen, sondern plant auch langfristige Strategien für die evangelische Kirche in Bayern. Bei all diesen Ereignissen bleibt die Synode ein zentrales Organ, das die Richtung der Landeskirche bestimmt und wichtige Impulse für die Gemeinschaft setzt.

Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zur Landessynode 2026 besuchen Sie bitte die offizielle Seite hier sowie die Termine der Synodaltagungen hier. Auch eine umfassende Übersicht über die Aufgaben und Funktionen der Landessynode finden Sie hier.