Am Sonntag, den 22. Februar 2026, wurde die Feuerwehr in Bayreuth zu einem größeren Einsatz in der Frankenstraße gerufen. Ein aufmerksamer Bewohner eines Mehrfamilienhauses hatte aufgrund eines Rauchwarnmelders und eines auffälligen Brandgeruchs im Treppenhaus um Hilfe gebeten. Die Lage war ernst: Die Feuerwehr bestätigte eine Rauchentwicklung im fünften Obergeschoss des Gebäudes.
Die Einsatzkräfte mussten gewaltsam Zugang zur betroffenen Wohnung verschaffen, da niemand öffnete. Als sie schließlich eintraten, war der Raum von dichtem Qualm erfüllt. Der Einsatz unter Atemschutz war unerlässlich, um die Situation zu bewältigen. Glücklicherweise wurde in der Wohnung eine bewusstlose Person entdeckt, die schnell ins rauchfreie Treppenhaus gebracht wurde. Nachdem die Person wieder zu sich kam, erhielt sie notärztliche Versorgung und wurde ins Krankenhaus transportiert, da der Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation bestand. Die Brandursache wurde schließlich als Schmorbrand im Küchenbereich identifiziert. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, und die Wohnung wurde mit einem Überdrucklüfter entraucht. Insgesamt waren 34 Feuerwehrkräfte der Abteilungen Ständige Wache, Löschzug Ost und Aichig sowie zusätzliche Einheiten zur Gebietsabsicherung im Einsatz. Auch der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und einem Einsatzleiter vor Ort, während die Polizei mit zwei Streifenwagen die Lage überwachte. Die gesamte Einsatzdauer betrug rund 45 Minuten. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in dem Artikel des Bayreuther Tagblatts.
Die Gefahren von Rauchgasintoxikationen
Rauchgasvergiftungen stellen eine ernsthafte Gefahr dar, insbesondere bei Gebäudebränden. Bei jedem Feuer entstehen giftige Gase und Chemikalien, deren Zusammensetzung je nach den brennenden Materialien variiert. Kohlenstoffhaltige Materialien wie Holz, Papier oder Kunststoffe können bei unzureichendem Sauerstoff Kohlenmonoxid (CO) erzeugen, welches den Sauerstofftransport im Blut beeinträchtigt und zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen kann.
Darüber hinaus können weitere giftige Verbindungen im Rauch, wie Ammoniak, Blausäure und Aldehyde, Inhalationsverletzungen verursachen. Diese Verletzungen können die Atemwege und die Lungenbläschen schädigen, was zu akuter Atemnot und im schlimmsten Fall zu Erstickungsgefahr führen kann. Anzeichen einer Rauchgasvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und sogar Bewusstlosigkeit. Die Gefahr, die von Rauchgasen ausgeht, ist oft größer als die der Flammeneinwirkung selbst. Dies zeigt, wie wichtig es ist, bei Bränden nicht nur die Flammen zu bekämpfen, sondern auch die Risiken durch Rauch zu verstehen.
Erste Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten
Bei einer Rauchgasvergiftung ist es entscheidend, schnell zu handeln. Unmittelbare Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten von ausgebildetem Personal unter Atemschutz durchgeführt werden. Bei bewusstlosen Personen sind Basismaßnahmen der Reanimation erforderlich. Außerdem sollte bei Verdacht auf eine Cyanidvergiftung auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung verzichtet werden. Stattdessen ist die Sauerstoffapplikation an der frischen Luft indiziert.
In schweren Fällen kann die Gabe von Hydroxycobalamin als Antidot hilfreich sein, um die toxischen Effekte von Cyanid zu neutralisieren. Eine kontrollierte Beatmung mit 100 % Sauerstoff kann bei bewusstlosen Patienten ebenfalls von Vorteil sein. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Überlebenschancen der Betroffenen zu erhöhen und die langfristigen gesundheitlichen Folgen einer Rauchgasintoxikation zu minimieren. Weitere Informationen zu Rauchgasvergiftungen und deren Behandlung können Sie in der AOK nachlesen sowie im Artikel über Rauchgasvergiftungen.