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Heute ist der 27.02.2026 und in Bamberg sind die Veränderungen im Einzelhandel deutlich spürbar. Zwei Geschäfte in der Innenstadt, darunter Zero und der Laden, haben ihre Schließung bereits bestätigt. Ein weiteres Geschäft steht möglicherweise vor dem Ende. Diese Entwicklungen führen zu neuen Leerständen an prominenten Standorten in der Innenstadt, was die ohnehin schon angespannte Situation weiter verschärft. Für mehr Informationen zu diesen Schließungen, siehe hier.

Die Franz-Ludwig-Straße, eine wichtige Achse in Bambergs Innenstadt, befindet sich derzeit in einer „Findungsphase“. Trotz der Schließungen gibt es positive Entwicklungen, die von Vermietern beobachtet werden. Die Straße, die zwischen dem Grünen Markt und dem Zentralen Omnibusbahnhof liegt, erfährt eine Aufwertung durch neue Geschäfte, wie Ratz und Quartier an den Stadtmauern, die sowohl Rewe als auch eine DM-Drogerie beinhalten. Dennoch wird die Straße von Vermietern nicht als 1-a-Lage betrachtet, die sich nur im Bereich zwischen dem Grünen Markt und der Kettenbrücke findet.

Herausforderungen für kleine Geschäfte

Die Herausforderungen für kleine Geschäfte sind groß. Petra Weilhöfer, Inhaberin des Moritz-Stores, äußert sich kritisch zu den hohen Mieten, die für kleine Einzelhändler eine enorme Belastung darstellen. Ihr Geschäft, das Street-Mode aus Paris und London verkauft, hat Schwierigkeiten, von den Bambergern wahrgenommen zu werden. Die Konkurrenz durch große Filialisten, die sich auf die besten Lagen konzentrieren, und der anhaltende Trend zum Internethandel setzen dem stationären Einzelhandel erheblich zu.

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In der Innenstadt gibt es jedoch auch Lichtblicke. Calzedonia verkauft seit Herbst 2019 Dessous und Bademoden am Grünen Markt, und Pandora hat im Oktober 2023 ein Geschäft neben Calzedonia eröffnet. Neu im Sortiment ist der Laden Montana, der spezielle Mode und Produkte anbietet, die nicht in Ketten erhältlich sind. Montana hat erst im Dezember 2023 in Bamberg eröffnet. Zudem gibt es das „bunte Chamäleon“ in der Keßlerstraße, das Bio-Mode für Kinder und Frauen verkauft. Weitere neue Geschäfte, darunter die Drogerie Budni in der Langen Straße und der Textilshop Berbero-Stil in der Fleischstraße, erweitern das Angebot.

Die Zukunft des Einzelhandels in Bamberg

Die Zunahme von Optikern, Hörakustikern und Barber-Shops zeigt, dass die Nachfrage nach Ladengeschäften in Bamberg hoch bleibt. Klaus Stieringer, Geschäftsführer des Stadtmarketings, berichtet von dieser hohen Nachfrage, während Ruth Vollmar, Leiterin der Wirtschaftsförderung, betont, dass Leerstände erst bei längerer Dauer thematisiert werden. Der Wandel im Einzelhandel geschieht oft ohne städtisches Eingreifen und die letzten drei bis vier Jahre waren durch eine rückläufige Situation im Innenstadt-Handel geprägt.

Die Schließungen und die Herausforderungen, vor denen kleine Geschäfte stehen, sind Teil eines größeren Wandels in der Einzelhandelslandschaft, der durch den Internethandel und die Vorliebe der großen Filialisten für 1-a-Lagen geprägt ist. Die Zukunft des Einzelhandels in Bamberg bleibt spannend und wird weiterhin von diesen Entwicklungen beeinflusst. Für mehr Informationen über die aktuellen Veränderungen in der Bamberger Geschäftswelt, klicken Sie hier.