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Die Stadt Bamberg bereitet sich auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus vor, die vom 16. bis 29. März stattfinden. Diese Aktionswochen, organisiert vom Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB) und deren Kooperationspartnern, stehen unter der klaren Botschaft: Die Würde eines jeden Menschen ist unteilbar und muss verteidigt werden. In diesem Kontext äußert die MiB-Vorsitzende Mitra Sharifi: „Rassismus ist ein gefährliches Gift für die Gesellschaft“, und fordert die Schaffung einer kommunalen Antidiskriminierungsstelle in Bamberg.

Oberbürgermeister Andreas Starke, der als Schirmherr fungiert, hebt die Notwendigkeit hervor, gegen alle Formen von Extremismus, einschließlich Linksextremismus, vorzugehen. Co-MiB-Vorsitzender Marco Depietri zeigt sich optimistisch hinsichtlich der Unterstützung der Bamberger Stadtgesellschaft für Menschenwürde und betont die Verbindung zwischen dem Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Das Ziel der Aktionswochen ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen.

Vielfältiges Programm

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Dazu gehören Workshops, Projekttage, Online-Kurse, Vorträge, Filmvorführungen, Diskussionsforen sowie Chorkonzerte und kulinarische Angebote. Besonders hervorzuheben sind die Preisverleihung des Plakat- und Filmwettbewerbs für junge Menschen am 13. März um 16 Uhr im Jugendkulturzentrum Benze und die zentrale Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März um 14 Uhr am Gabelmann. Vor der großen Kundgebung werden bereits kleinere Aktionen in Schulen, Büros, Kirchen und Nachbarschaften durchgeführt. Das ausführliche Programm ist auf stadt.bamberg.de verfügbar.

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Globale Perspektive und lokale Verantwortung

Die Bedeutung solcher Initiativen wird auch im Kontext der UN-Wochen gegen Rassismus deutlich, die im Jahr 2026 vom 16. bis 29. März stattfinden. Unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ wird eine Vielzahl von Veranstaltungen erwartet. Diese UN-Wochen sind besonders relevant geworden, da die Zunahme rechtspopulistischer und rechtsextremer Einstellungen in der Gesellschaft eine verstärkte Auseinandersetzung mit Rassismus erforderlich macht. Unterstützung erhält die Initiative durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie den Deutschen Städtetag, die auch für den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 Aktivitäten anregen.

Rassismus als gesellschaftliches Problem

Rassismus stellt nicht nur ein individuelles, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem dar. Die Forderung nach Gleichheit und Menschenwürde, die im Grundgesetz verankert sind, wird durch rassistische Diskriminierung untergraben. In Deutschland sind besonders Jüdinnen, Sintizze und Romnja, People of Color, Schwarze Menschen, Musliminnen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte und geflüchtete Menschen von Rassismus betroffen. Rassismus tritt in verschiedenen Formen auf, von alltäglicher Ausgrenzung bis hin zu strukturellen Diskriminierungen im Bildungssystem oder bei der Polizei.

Das Wachhalten der Erinnerung an die nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen und die Überwindung von Rassismus sind zentrale Anliegen, die historisch und gesellschaftlich tief verwurzelte Ungleichheiten berücksichtigen müssen. Menschenrechte zielen darauf ab, allen Menschen gleichberechtigte Selbstbestimmung und Mitwirkung zu ermöglichen. Das Grundgesetz sowie europäische und internationale Menschenrechtsverträge verpflichten uns dazu, gegen Diskriminierung anzutreten und die Menschenwürde zu schützen. Weitere Informationen zu diesen Themen finden sich auf der Webseite des Instituts für Menschenrechte.