In Bamberg haben dreiste Betrüger wieder zugeschlagen. Am Mittwoch, dem 11. Juni 2025, fiel eine Frau in einem Mehrfamilienhaus in der Hans-Böckler-Straße auf das perfide Vorgehen zweier Männer herein. Gegen 11.30 Uhr gaben die Täter vor, wegen eines Wasserschadens etwas überprüfen zu müssen. Die Mieterin wurde in ihr Badezimmer geschickt, während die beiden Männer die Gelegenheit nutzten, um Wertgegenstände zu stehlen, darunter eine silberne Uhr und Modeschmuck im Gesamtwert von mehreren hundert Euro. Die Polizei Bamberg-Stadt hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, um die Täter zu fassen. Sie bitten um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 09519129-210.

Ein Täter konnte bereits beschrieben werden: Er ist etwa 26 Jahre alt, 1,75 Meter groß und hat eine kräftige Figur. Optisch auffällig war auch seine grüne Handwerkerjacke mit den passenden Reflektoren an den Ärmeln. Zudem spricht er Hochdeutsch, was auf ein gewisses Maß an Planung hinweist. Solche Fälle sind in letzter Zeit in der Region kein Einzelfall mehr. Häufig gibt es ähnliche Tricks, mit denen Täter besonders auf ältere Menschen abzielen, wie kürzliche Berichte zeigen.

Trickdiebstähle auf dem Vormarsch

Eine ähnliche Masche beobachtete die Polizei in Bamberg und Bayreuth, wo falsche Zählerableser ihre Opfer ins Visier nahmen. So wurde beispielsweise einer 86-jährigen Frau in der Friedrich-Ebert-Straße vorgespiegelt, dass die Heizkörper abgelesen werden müssten. Während sie abgelenkt wurde, stahlen die Täter Bargeld in Höhe einer niedrigen dreistelligen Summe. In Bayreuth hingegen fiel eine 93-jährige Frau den vermeintlichen Ablesern zum Opfer, die hochwertigen Schmuck im fünfstelligen Bereich erbeuteten. Auch hier sind die Täter schwer zu fassen und entkamen jeweils unbemerkt.

Die Beschreibungen der Täter variieren, aber sie setzen stets die gleiche Strategie ein: Ablenkung, um unbemerkt Wertsachen zu stehlen. Bei einem Fall in Bamberg wurde ein Täter als etwa 35 Jahre alt, mit normaler Statur und akzentfreier deutscher Sprache beschrieben. Dies gibt zu denken: Wie oft sehen wir nicht nur an unseren eigenen Haustüren nach?

Warum Vorsicht geboten ist

Die Polizei gibt den Bürgern einige wertvolle Tipps, um sich vor solchen Tricks zu schützen. Dazu gehört, immer misstrauisch gegenüber Unbekannten zu bleiben und keine ungebetenen Gäste in die eigene Wohnung zu lassen. Wer Handwerker oder ähnliche Personen in seine Wohnung einlassen möchte, sollte unbedingt die Berechtigungen prüfen und sich den Dienstausweis zeigen lassen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, telefonisch die Echtheit eines Anliegens zu überprüfen. Besonders wichtig ist es, die Türen gesichert zu halten und fremden Besuchern keine Gelegenheit zur Ablenkung zu geben.

Die Abgrenzung zwischen Diebstahl und Betrug in solchen Fällen kann kompliziert sein. Trickdiebstahl liegt vor, wenn Täter ihre Opfer durch Täuschung zur Herausgabe von Eigentum bewegen. Hierbei geht es um die Gestaltung der vermögensrechtlichen Verfügung des Opfers, die beeinflusst wird. Genau da setzen die Betrüger an, und genau deshalb muss jeder Einzelne aufmerksam sein und verdächtige Aktivitäten melden, um sich und andere zu schützen. Die Polizei steht rund um die Uhr zur Verfügung, um Hinweisen nachzugehen und weitere Vorfälle zu verhindern.