Am 8. März 2026 fanden die Kommunalwahlen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen statt, und die ersten Ergebnisse sorgen für Bewegung in der politischen Landschaft. Die Süddeutsche berichtet, dass in Wolfratshausen sieben Parteien und Gruppierungen die 24 Sitze im Stadtrat unter sich aufteilen.
Die CSU konnte sich mit 22,5% der Stimmen und somit sechs Stadträten einen zusätzlichen Sitz sichern. Die Grünen folgen mit 21,9%, was einen Verlust von einem Sitz bedeutet. Auch die Bürgervereinigung von Klaus Heilinglechner bleibt stabil und hat mit 9,2% ebenfalls fünf Sitze. Die SPD hat sich hingegen schwergetan und büßte 3,1 Punkte ein, was in drei Sitzen resultiert. Die Wolfratshauser Liste verlor ebenfalls und hat nun ebenfalls 9,2%. Ein bemerkenswerter Einzug in den Stadtrat war für die AfD, die mit 8,7% zwei Sitze erringen konnte und damit zum ersten Mal vertreten ist.
Geretsried und Bad Tölz im Blick
In Geretsried spitzt sich die Situation zu: Der Bürgermeister Michael Müller von der CSU geht zusammen mit Patrik Kohlert von der Geretsrieder Liste in die Stichwahl. Die CSU bleibt dabei mit 30,5% und neun Sitzen stärkste Fraktion, musste jedoch einen erheblichen Verlust von 10,6 Punkten hinnehmen. Die Freien Wähler folgen mit 18,5% und sechs Sitzen. Die Geschlechterverteilung im Stadtrat zeigt einen klaren Männerüberschuss, mit 24 Männern und nur sechs Frauen.
In Bad Tölz bleibt die Verteilung der Sitze nahezu unverändert. Die CSU konnte 39,5% der Stimmen erlangen und hat somit zehn Mandate, einen Sitz mehr als zuvor. Die Grünen kommen auf 25,9% und haben sechs Sitze, während die Freien Wähler bei 24,8% ebenfalls sechs Sitze halten. Für die SPD bleibt die Situation mit 9,8% und zwei Sitzen stabil. Unter den Grünen sind einige neue Gesichter zu sehen, darunter Martin Sappl, während die CSU sich mit neuen Mitgliedern, wie Elisabeth Egger, verstärkt.
Regionale Besonderheiten und Auszählung
Besondere Ergebnisse aus anderen Gemeinden zeigen die Vielfältigkeit der Wahlen. In Bichl haben die Kandidaten Franziska Waldherr, Diana Ruf und Xaver Bauer die meisten Stimmen erhalten, während in Benediktbeuern die Grünen erstmals im Gemeinderat vertreten sind. Der Merkur hebt hervor, dass die Wahlbeteiligung im Landkreis bei über 86% lag und die Stimmauszählung nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr in vollem Gange ist.
Ein wichtiger Punkt in dieser Wahl war auch die Abwahl des Landrats Josef Niedermaier, der nach 18 Jahren nicht mehr antritt. Dies zeigt, dass im Landkreis insgesamt frischer Wind weht. Bei den Landratswahlen selbst kam es zur Stichwahl zwischen Thomas Holz (CSU) mit 39% und Ludwig Schmid (FW) mit 35%.
Wie es im Vorfeld angekündigt wurde, zeichnet sich ab, dass viele der Wahlen, insbesondere die um die Bürgermeister und Landräte, in den kommenden Wochen durch Stichwahlen entschieden werden müssen. Der BR berichtet, dass etwa zehn Millionen Wahlberechtigte über ihre künftigen Vertreter abstimmen durften.



