Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen: Neue Maßnahmen gegen Fachkräftemangel!
Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitet an Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung.

Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen: Neue Maßnahmen gegen Fachkräftemangel!
Fachkräfte für die Zukunft – so lautet das Ziel des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Kreisbehörde sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert, wenn es darum geht, geeignete Mitarbeitende zu finden. Um als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten, plant das Landratsamt verschiedene monetäre Anreize, die potenzielle Angestellte anlocken sollen. Wie sueddeutsche.de berichtet, hat der Kreisausschuss bereits im letzten Jahr beschlossen, eine übertarifliche Arbeitsmarktzulage für bestimmte Berufsgruppen einzuführen. Hierbei handelt es sich um IT-Fachkräfte, Bauingenieure und Beschäftigte im Sozialen Dienst.
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt nochmals unterstrichen. Rund 300.000 Fachkräfte fehlen in Deutschland, und bis 2040 werden voraussichtlich 8,7 Millionen Menschen mehr aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als nachrücken. Die demografischen Entwicklungen verschärfen den Trend zum Arbeitnehmermarkt. Laut vsma.de haben 71 % der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau mit einem Mangel an Fachkräften zu kämpfen, während nur 12 % der Schüler Interesse an technischen Berufen zeigen.
Gesundheit und Zusatzleistungen im Fokus
Ein wichtiger Aspekt der neuen Strategie des Landratsamts ist die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung für Tarifbeschäftigte. Diese Krankenversicherung soll eine familienfreundliche und gesunde Arbeitsumgebung fördern. Jürgen Huber, Personalleiter des Landratsamts, hebt die Bedeutung des neuen Anreizsystems hervor, das allen 400 Tarifbeschäftigten zugutekommen könnte. Ein Budget von 320.000 Euro für leistungsorientierte Vergütung steht für 2023 zur Verfügung, was mit Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplatzattraktivität, Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit genutzt werden kann. Die betriebliche Krankenversicherung wird dabei mit einem jährlichen Kostenrahmen von 216.000 Euro veranschlagt, wie sueddeutsche.de feststellt.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Arbeitgeber zunehmend gefordert, Zusatzleistungen anzubieten. Laut der Umfrage des Ifo-Instituts legen 82 % der Arbeitnehmer Wert auf Benefits. Dies kann mobilitätsfördernde Zuschüsse, flexible Arbeitszeitmodelle oder auch die Altersvorsorge umfassen. Für 57 % der Angestellten ist eine betriebliche Altersvorsorge die attraktivste Zusatzleistung, zeigt die Analyse auf vsma.de.
Der Weg in die Zukunft
Der Kreisausschuss stimmte der Einführung der Maßnahmen zu, wobei keine Gesundheitsprüfung für die Mitarbeiter und deren Familien erforderlich ist. Das Landratsamt plant, die Börse für diese betriebliche Krankenversicherung noch auszuschreiben, um den bestmöglichen Anbieter zu finden.
Die Entwicklung hin zu attraktivierten Arbeitsbedingungen ist auch im Hinblick auf die Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt entscheidend. Ein strategisches Vorgehen, das sowohl die Bedürfnisse der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer berücksichtigt, kann helfen, den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen. Denn nur mit einem guten Plan und einem fairen Anreizsystem kann man die besten Köpfe gewinnen und langfristig im Team halten.
Die Situation ist klar: Da liegt was an! Die Effekte der demografischen Veränderungen sind nicht zu unterschätzen. Unter Berücksichtigung dieser Trends könnte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich verschärfen. Arbeitgeber, die jetzt aktiv werden, sind klar im Vorteil, so die Einschätzung von Experten, die die aktuelle Entwicklung im Blick haben, wie auf statistik.arbeitsagentur.de nachzulesen ist.