Die Kommunalwahl im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen am 8. März 2026 verspricht spannend zu werden. Mit rund 94.700 Stimmberechtigten steht die Wahl unter dem Zeichen des Wandels, denn Landrat Josef Niedermaier tritt nach 18 Jahren nicht mehr an. Ein Umstand, der die politische Landschaft im Landkreis nachhaltig verändern könnte. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich auf eine Vielzahl von Kandidaturen freuen, die bereits jetzt die Gemüter erregen und die Weichen für die Zukunft stellen.
Die Wahllokale sind am Wahlsonntag bis 18 Uhr geöffnet, gefolgt von der Stimmenauszählung, die um 18 Uhr beginnt. In der Reihenfolge werden zunächst die Stimmen für die Bürgermeister, dann für den Landrat und schließlich für die Stadt- und Gemeinderäte ausgezählt. Spannend wird die Auszählung der Kreistagsstimmen in einigen Gemeinden, die erst am 9. März beginnt. Der Trend zur Briefwahl hält an: In Bad Tölz haben bereits 5318 von 14.792 Stimmberechtigten Briefwahlunterlagen angefordert, während in Wolfratshausen 5670 von 14.980 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt haben.
Kandidaten und ihre Chancen
In Wolfratshausen haben sich sechs Männer für das Bürgermeisteramt aufgestellt: Klaus Heilinglechner von der Bürgervereinigung, Günther Eibl von der CSU, Manfred Fleischer von der Liste, Rene Beysel von den Grünen, Patrick Lechner von der FDP und Renato Wittstadt von der SPD. Auch in Geretsried wird es spannend, wo Amtsinhaber Michael Müller (CSU) gegen Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste), Wolfgang Möckel (Freie Wähler) und Max Wiens (MfG) antreten muss.
Für die Nachfolge von Michael Grasl in Münsing bewerben sich Bernadette Felsch (Grüne), Hubert Bernwieser (Wählergruppe) und Manuel Seltier (CSU). In weiteren Gemeinden wie Eurasburg, Dietramszell, Königsdorf und Icking treten viele Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten an, was die Wahl in diesen Regionen deutlich vereinfachen könnte.
Der Landrat und die politische Landschaft
Die Nachfolge von Landrat Josef Niedermaier wird von sechs Kandidaten angestrebt: Thomas Holz (CSU), Ludwig Schmid (Freie Wähler), Andreas Wild (Grüne), Klaus Barthel (SPD), Manuel Tessun (ÖDP) und Sebastian Englich (Linke). Dieser Wettstreit könnte, wie bereits bei der Kommunalwahl 2020, möglicherweise in einer Stichwahl entschieden werden.
Die politische Landschaft im Landkreis ist durch ein Konkurrenzverhältnis zwischen der Nordregion und der Kreisstadt geprägt. Die CSU hat bei der letzten Wahl 34,3 Prozent der Stimmen erhalten, während die Grünen, die in Wolfratshausen mit René Beysel antreten, einen Anstieg auf 20,8 Prozent verzeichnen konnten. Die AfD wird in sieben Kommunen vertreten sein, darunter auch Geretsried und Wolfratshausen.
Wahlorganisation und Ausblick
Die Kommunalwahlen in Bayern, die am 8. März 2026 stattfinden, sind ein wichtiges Element des demokratischen Prozesses. Über 39.500 politische Ämter in 2056 Gemeinden, 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten werden neu besetzt. Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet und die Möglichkeit einer Stichwahl am 22. März steht im Raum. Der Wahlablauf wird von den Aufsichtsbehörden betreut, während die Auszählungsergebnisse am Wahlabend vom Landesamt für Statistik veröffentlicht werden.
Die Kommunalwahlen sind nicht nur ein Spiegelbild der gegenwärtigen politischen Stimmung, sondern auch ein Indikator für die zukünftige Entwicklung der politischen Landschaft in Bayern. Mit der Wahl berechtigt sind deutsche Staatsbürger ab 18 Jahren sowie volljährige EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Bayern, die seit mindestens zwei Monaten hier leben.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Wählerschaft entscheidet und welche Richtung die Politik im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen einschlagen wird. Für alle, die die Entwicklungen im Landkreis verfolgen möchten, ist die Berichterstattung von Merkur und Süddeutscher Zeitung sowie n-tv von großer Bedeutung.