Mit einem herzlichen Lächeln und einem kreativen Funken hat Gerd Schielein das Leben vieler Menschen in der Region bereichert. Der weithin bekannte Grafiker, Werbetexter und Designer verstarb am 9. Januar 2026 im Alter von 83 Jahren nach einer schweren Krankheit im Kreis seiner Familie. Sein Lebenswerk und der bleibende Eindruck, den er hinterlässt, sind unübersehbar und werden von Freunden und Wegbegleitern in Erinnerung gerufen. Süddeutsche.de berichtet, dass sich Gerd und seine Frau Monika über Jahrzehnte in zahlreichen sozialen und kulturellen Projekten engagierten.
Gerd Schielein war nicht nur ein Mensch mit einer unbändigen Neugier, die ihn oft das Gespräch ohne Punkt und Komma führen ließ, sondern auch ein kreativer Geist, der stets die Freiheit der Kunst schätzte. „In der Kunst kann man die Freiheit üben“, lautete seine Devise. Vor ihrem Zuhause, dem Schielein-Haus am Boschhof, steht ein imposantes drei Meter hohes Komma aus rostigem Stahlblech, das als Markenzeichen und Symbol für seinen unkonventionellen Lebensstil gilt. Gerd war nicht nur Grafiker, sondern auch Liebhaber der Natur und des Jazz, und kannte zahlreiche Berühmtheiten – prahlte jedoch nie mit seinen Beziehungen. Sein ganz persönliches „Schielein-Grün“ prägte unter anderem das äußere Erscheinungsbild des Badehauses in Waldram.Merkur.de hebt hervor, wie sehr Schielein für seinen Humor und Scharfsinn geschätzt wurde.
Ein kreatives Lebenswerk
In den vielen Jahren seines Schaffens entwickelte Gerd Schielein nicht nur Werbung, sondern auch einzigartige kreative Geschenke, die in der Form einer eigenen Ausstellung vorkommen könnten. Zu seinen Erfindungen gehören unter anderem die „Kann-Rolle99“ und der „Ohrwell“, die Zeugnis von seinem Erfindungsreichtum ablegen. Regelmäßig verschickte er originelle Jahresgaben, die mit dem Siegel „ein echter Schielein“ versehen waren, an seine Freunde und Bekannten.
Das Engagement von Gerd und Monika Schielein erstreckte sich über Projekte wie den Musiksommer Loisachtal, die Geltinger Kulturbühne „Hinterhalt“ sowie das Inselhaus zur Kinder- und Jugendhilfe in Eurasburg und den Waldramer Erinnerungsort Badehaus. Auch in den letzten Monaten seines Lebens dachte er an seine Lieben und verabschiedete sich besonders von ihnen, bevor er friedlich verschied. Seine Trauerfeier ist für Anfang Februar in Beuerberg geplant, wo viele Menschen erwartet werden, die ihm die letzte Ehre erweisen möchten.
Der Verlust von Gerd Schielein hinterlässt eine Lücke in der Gemeinschaft, jedoch bleibt sein Geist in den vielfältigen Projekten und Erinnerungen lebendig, die er mit so viel Herzblut gefördert hat. Er wird und soll in den Herzen derer, die er berührt hat, weiterleben.