Balkonbrand durch Kirschkernkissen: Feuerwehr rettet Wolfratshausen!
In Wolfratshausen löste ein überhitztes Kirschkernkissen einen Balkonbrand aus. Verletzt wurde niemand, nur geringer Sachschaden entstand.

Balkonbrand durch Kirschkernkissen: Feuerwehr rettet Wolfratshausen!
In Wolfratshausen kam es in der Nacht zu einem kleinen Feuer, das einem Kirschkernkissen zugeschrieben werden kann. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, entdeckte eine 79-jährige Frau gegen 23 Uhr Brandspuren am Kissen, nachdem sie es zuvor auf ihrer Couch erwärmt hatte. Um Schlimmeres zu vermeiden, brachte sie das Kissen schnell auf ihren Balkon, wo sich das Unglück dann tatsächlich entfaltete.
Die Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen, die mit einem Team von zehn Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen ausrückte, konnte das Feuer schnell löschen. Glücklicherweise entstand nur geringer Sachschaden, und es wurden keine Personen verletzt. Das Gebäude und die angrenzenden Wohnungen blieben unbeschädigt. Dies ist jedoch nicht der erste Vorfall dieser Art, wie eine ähnliche Geschichte aus Innsbruck zeigt.
Vergleichbarer Vorfall in Innsbruck
Warum Kirschkernkissen gefährlich sein können
Warum solche Vorfälle immer wieder vorkommen, hat viel mit der Nutzung dieser Kissen zu tun. Wie das Brand-Feuer Portal erklärt, sind Kirschkernkissen in der Regel aus Baumwolle gefertigt und mit Getreidekörnern oder Kirschkernen gefüllt. Viele Menschen benutzen Mikrowellen, um diese Kissen zu erwärmen, was jedoch für die Sicherheit riskant sein kann. Mikrowellen erwärmen die Körner punktuell, was im schlimmsten Fall zu einer Überhitzung und Brandgefahr führt.
Fachleute und Institutionen wie das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) warnen bereits seit Jahren vor dieser Gefahrenquelle. Besonders in der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über Brände, die durch unsachgemäße Nutzung von Kirschkernkissen in der Mikrowelle ausgelöst wurden. Um ernsthafte Schäden und Verletzungen zu vermeiden, wird empfohlen, solche Kissen nur bei niedrigen Temperaturen im Backofen und niemals in Mikrowellen zu erhitzen. Ein Gerichtsurteil hat sogar klargestellt, dass Schäden durch unsachgemäße Nutzung nicht reguliert werden müssen, wenn entsprechende Gebrauchsrichtlinien missachtet wurden.
Diese Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen im Haushalt sind. Eine kleine Unachtsamkeit kann schnell zu einem großen Problem werden. Im Fall des Wolfratshauser Balkonbrands bleibt die Hoffnung, dass solche Ereignisse in der Zukunft vermieden werden können.