Heute ist der 13.02.2026 und im Landkreis Bad Kissingen steigen die Pegelstände in alarmierender Weise. Diese Entwicklung ist auf die Kombination von Regen und Schneeschmelze zurückzuführen, die in den letzten Tagen die Region heimsuchte. In Bad Kissingen mussten aufgrund der erhöhten Wasserstände bereits einige Wege gesperrt werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung beobachtet die Situation jedoch gelassen und zeigt sich bisher optimistisch, dass es nicht zu gravierenden Überschwemmungen kommen wird. Weitere Informationen zu dieser Thematik finden sich in einem Artikel des Fränkischen Tags.

Die gegenwärtigen Wetter- und Klimabedingungen in Deutschland begünstigen hohe Wasserstände an Flüssen, Bächen und sogar an Küsten. Insbesondere in diesem Winter besteht eine erhöhte Gefahr von Hochwasserereignissen, was durch Modellberechnungen der Hochwasserzentralen immer wieder bestätigt wird. Hohe Niederschlagsmengen, sowohl in Form von Regen als auch von Schnee, tragen zu dieser Situation bei. Plötzliche Temperaturanstiege führen zudem zur Schneeschmelze, was die Wasserstände weiter ansteigen lässt. In diesem Zusammenhang wurde bereits eine Hochwasserwarnung für den Landkreis Bad Kissingen sowie den Landkreis Fulda veröffentlicht. Diese gilt von heute, dem 13. Februar 2026, 07:00 Uhr bis morgen, dem 14. Februar 2026, 14:00 Uhr. Der Hochwasserscheitel bildet sich dabei knapp unter der Meldestufe 2, was bedeutet, dass auch an kleineren Gewässern ohne Warnpegel mit Ausuferungen gerechnet werden muss. Betroffene Anlieger sind aufgefordert, die amtlichen Hochwasserwarnungen ernst zu nehmen und sich über die aktuelle Wetter- und Hochwasserentwicklung zu informieren. Auf die eigene Sicherheit sollte dabei besonders geachtet werden, indem man Abstand zu Gewässern hält und Autos aus hochwassergefährdeten Bereichen entfernt.

Historische Hochwasserereignisse und ihre Ursachen

Hochwasserereignisse sind in Deutschland ein immer wiederkehrendes Thema und stehen stärker im öffentlichen Bewusstsein als die mittleren Abfluss-Schwankungen. Eine Zeitreihe seit 1961 zeigt, dass Hochwasserereignisse unterschiedliche Ausprägungen aufweisen können und häufig durch regionale Witterungskonstellationen ausgelöst werden. Insbesondere Winterhochwasser sind oft die Folge anhaltender Niederschläge oder Tauwetter, während Sommerhochwasser häufig durch mehrtägige Regenfälle oder Starkregen verursacht werden. Bedeutende Hochwasserereignisse nach der Jahrtausendwende, wie etwa die katastrophalen Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021, haben die Fragestellung nach den Ursachen und dem Umgang mit Hochwasser neu beleuchtet.

Die Entwicklung der Hochwassertage in Deutschland zeigt bisher keine signifikanten Trends für Sommer- und Winterhalbjahre, wobei Hochwasserereignisse in beiden Halbjahren auftreten, leicht vermehrt im Winter. Es ist jedoch zu beachten, dass einzelne Hochwasserereignisse nicht direkt mit dem Klimawandel erklärt werden können. Atmosphärenbedingungen und Großwetterlagen sind variabel, jedoch könnte der Klimawandel das Potenzial für Starkregen erhöhen, was in Kombination mit zunehmender Versiegelung und Bodenverdichtung das Hochwassergeschehen beeinflusst. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie beim Umweltbundesamt.