Am Sonntag, den 8. März 2026, wird in Aschaffenburg ein besonders spannendes Kapitel in der Kommunalpolitik aufgeschlagen. Die Stadtgemeinde, die rund 73.000 Einwohner zählt, steht vor der Wahl eines neuen Oberbürgermeisters. Aktuell hat der amtierende Oberbürgermeister Jürgen Herzing von der SPD erklärt, dass er sich erneut zur Wahl stellt. An seiner Seite gibt es gleich vier Mitbewerber, die es ihm nicht leicht machen werden.
Die Herausforderer sind bunt gemischt und bringen unterschiedliche Hintergründe mit. So tritt Markus Schlemmer von der CSU an, der über 40 Jahre Erfahrung bei der Polizei sowie im Stadtrat vorweisen kann. Monika Hartl von den Grünen bringt nicht nur ihre Expertise als Förderschullehrerin, sondern auch ihre Qualifikation als Rettungssanitäterin in die Waagschale. Mit Julian Dalberg von der FDP stellt sich der jüngste Kandidat, ein 31-jähriger Politik-Referent, den Wähler:innen vor. Last but not least, Lateesha Halmen von der Linken bezeichnet sich selbst als „Alles-Ausprobiererin“ und könnte mit frischen Ideen auftrumpfen. Diese diverse Ansammlung an Kandidat:innen verspricht einen abwechslungsreichen Wahlkampf.
Wichtige Themen im Wahlkampf
Im Zentrum der Diskussionen stehen einige drängende Themen. Der Verkehr wird heiß debattiert, insbesondere die Frage nach einer Reduzierung des Fahrzeugaufkommens in der Innenstadt. Unterstützt wird dies von Maßnahmen, die darauf abzielen, Aschaffenburg zu beleben und die Sicherheit der Bürger:innen zu steigern. Die gefühlte Sicherheit kommt hierbei ebenso zur Sprache – ein wesentlicher Punkt für viele Wähler:innen.
Die Wahllokale öffnen am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr. Nach Schließung der Türen wird sofort mit der Auszählung der Stimmen begonnen. Die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl werden am Abend des Wahltermins erwartet. Um zu gewinnen, müssen die Kandidat:innen mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Sollte dies keinen der Bewerber:innen gelingen, wird am 22. März eine Stichwahl notwendig. Rückblickend auf die Kommunalwahl 2020 in Aschaffenburg, die Jürgen Herzing mit 66,6 Prozent überragend gewann, war die Wahlbeteiligung damals bei rund 47,8 Prozent. Dies birgt nun die Frage, wer beim nächsten Mal die Gunst der Bürgerinnen und Bürger auf sich ziehen kann.
Ergebnisse und Ausblick
Die Stimmenauszählung wird nicht nur für den Oberbürgermeister von Interesse sein. Auch die Stadtratswahl findet parallel statt, und die Ergebnisse beider Wahlen werden am selben Abend bekannt gegeben. Bei der letzten Kommunalwahl 2020 erzielte die CSU 30,4 Prozent und sicherte sich 14 Sitze, während die Grünen 20,9 Prozent erreichten und 9 Sitze einnahmen. Diese Zahlen könnten ein Hinweis darauf sein, wie sich die politische Landschaft in Aschaffenburg weiterentwickeln wird.
Es bleibt spannend, wie die Wählerschaft diesmal entscheiden wird. Die Bürger:innen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und damit die Zukunft ihrer Stadt zu gestalten. Für alle, die am Puls der Zeit bleiben möchten, bietet ffh.de kontinuierliche Informationen über den Wahlverlauf. Die mainpost.de wird die Ergebnisse und Analysen der Wahlen am 8. März bereitstellen, und der BR hält alle Interessierten mit Zwischenständen und Auszählungen auf dem Laufenden. Die Würfel sind gefallen – gehen Sie wählen, damit Ihre Stimme gehört wird!