Oberbürgermeisterwahl in Aschaffenburg: Kandidaten im direkten Streit!
Am 15. Januar diskutierten Oberbürgermeister-Kandidaten in Aschaffenburg wichtige Themen wie Wirtschaft und Bildung.

Oberbürgermeisterwahl in Aschaffenburg: Kandidaten im direkten Streit!
Der Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt in Aschaffenburg kocht immer mehr hoch. Am 15. Januar fand die erste öffentliche Podiumsdiskussion im Hofgarten-Kabarett statt, bei der die bis dahin unbekannten Positionen der fünf Kandidaten beleuchtet wurden. Die Veranstaltung, die um 19 Uhr startete und etwa zwei Stunden dauerte, wurde von Jens Raab, dem Leiter der Redaktion Untermain, moderiert. Für die interessierte Öffentlichkeit war der Eintritt kostenlos und eine Anmeldung war nicht notwendig. Auch ein Live-Stream bot die Möglichkeit, das Geschehen online zu verfolgen, sogar nach der Veranstaltung war dieser verfügbar, was die Reichweite deutlich erhöhte. Besucher hatten in der zweiten Hälfte der Diskussion die Gelegenheit, direkt Fragen an die Kandidaten zu stellen.
Auf dem Podium saßen:
- Jürgen Herzing (SPD, amtierender Oberbürgermeister)
- Julian Dalberg (FDP)
- Lateesha Halmen (Linke) – Aufgrund von Krankheit nicht anwesend
- Monika Hartl (Bündnis 90/Die Grünen)
- Markus Schlemmer (CSU)
Zukunftsthemen im Fokus
In der lebhaften Diskussion wurden zentrale Themen wie die Stärkung der lokalen Wirtschaft, die Umsetzung der Energiewende und die Verbesserung der Bildungslandschaft behandelt. Insbesondere Unternehmer äußerten konkrete Sorgen hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des Bürokratieabbaus und der Planungssicherheit für Betriebe. Ein besonders wichtiges Anliegen war dabei die Parksituation, der Verkehr sowie das Sicherheitsgefühl am Hauptbahnhof. Die Kandidaten mussten sich zudem Fragen zu Gewerbesteuer und Haushaltskonsolidierung gefallen lassen.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen, gepaart mit den Anforderungen der modernen Stadtentwicklung, liegen in der Luft. Die Bürgerinnen und Bürger Aschaffenburgs scheinen gespannt auf die Antworten der Kandidaten zu sein. Während sich Jürgen Herzing auf seine Erfahrung als amtierender Oberbürgermeister stützte, war Julian Dalberg als jüngster Kandidat entschlossen, frischen Wind in die Stadtpolitik zu bringen. Monika Hartl und Markus Schlemmer brachten jeweils ihre Perspektiven von den Grünen und der CSU ein, die sich mit den Anliegen der Bürger und Unternehmer deckten.
Ein Blick auf die Kandidaten
Ein kurzer Blick auf die Kandidaten verdeutlicht, wie vielfältig die Ansätze sind. Jürgen Herzing, 65 Jahre alt, sitzt seit 2004 im Stadtrat und ist seit 2020 in der Position des Oberbürgermeisters. Julian Dalberg, 30 Jahre und politischer Referent, zeigt sich als dynamischer Co-Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Aschaffenburg-Stadt. Monika Hartl, 53 Jahre, bringt ihre Erfahrung als Förderschullehrerin und Rettungssanitäterin mit. Der 57-jährige Markus Schlemmer, der Chef der Aschaffenburger Kriminalpolizei, hat ebenfalls eine lange politische Laufbahn, die bis ins Jahr 1999 zurückreicht. Lateesha Halmen, die 33-jährige Künstlerin und Aktivistin im Bündnis „Aschaffenburg ist bunt“, wird in der Diskussion nicht persönlich vertreten, konnte aber auch im Vorfeld punkten.
Mit einer breiten Palette an Themen und Kandidaten, die verschiedene Perspektiven vertreten, ist die Oberbürgermeisterwahl ein heißes Eisen, das für Gesprächsstoff sorgen wird. Die Podiumsdiskussion bietet eine erste Grundlage, um zu bewerten, wer aus dem Feld der Kandidaten echten Gestaltungswillen für die Stadt zeigt. Die letzten Wochen des Wahlkampfs versprechen spannend zu werden.
Weitere Informationen zu den Kandidaten und deren Positionen finden sich in den ausführlichen Berichten bei Primavera24 und Main-Echo.