In Aschaffenburg tut sich was! Die Stadtbau Aschaffenburg plant den Bau des Gabelsberger-Blocks, der bis Ende 2027 insgesamt 126 geförderte Wohnungen bieten soll. Mit einer Gesamtinvestition von 52,7 Millionen Euro wird das Projekt auf einem Grundstück zwischen der Gabelsbergerstraße, der Gutenbergstraße und der Pestalozzistraße verwirklicht. Geplant sind acht Mehrfamilienhäuser, die nicht nur barrierefreie Wohnungen, sondern auch Gemeinschaftsräume, eine Tiefgarage und großzügige Grünflächen im Innenhof bieten werden. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2025 angesetzt, die Fertigstellung erfolgt dann voraussichtlich Ende 2027. Die Planung für dieses Vorhaben begann bereits im Jahr 2019, wobei das Team mit Herausforderungen wie pandemiebedingten Verzögerungen und steigenden Baukosten zu kämpfen hatte. Die Wohnungen werden zwischen zwei und fünf Zimmern variieren und eine Wohnfläche von 50 bis 105 Quadratmetern bieten.

Besonders hervorzuheben ist, dass drei der Wohnungen rollstuhlgerecht sein werden und alle Gebäude mit barrierefreien Zugängen und Aufzügen ausgestattet sind. Die Vermietung erfolgt über die einkommensorientierte Förderung des Bayerischen Wohnungsbauprogramms, wobei die Mieten zwischen 6,00 und 9,00 Euro pro Quadratmeter liegen und sozial gebunden für mindestens 55 Jahre sind. Zudem erfüllt der Neubau die KfW-Effizienzgebäude 55 Standards und nutzt eine Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz. Geplant sind auch Photovoltaikanlagen für Mieterstrommodelle.

Ein durchdachtes Mobilitätskonzept

Ein weiteres Highlight des Gabelsberger-Blocks ist das umfassende Mobilitätskonzept. Hier sind insgesamt 228 Stellplätze für Fahrräder, inklusive Flächen für Lastenräder, vorgesehen. Außerdem wird es oberirdische Stellplätze, Carsharing-Angebote und umfangreiche Fahrradabstellmöglichkeiten geben. Die Innenhöfe sind als zentrale Aufenthalts- und Begegnungsflächen konzipiert, um den Bewohnern einen Ort der Gemeinschaft zu bieten.

Der Neubau ersetzt drei nicht mehr sanierungsfähige Zeilenbauten aus den 1920er Jahren und fügt sich harmonisch in den Süden der Aschaffenburger Innenstadt ein. Der Entwurf umfasst eine Blockstruktur aus zwei Bauteilen, wobei eine U-förmige Blockrandbebauung dem Straßenverlauf folgt, während ein freistehender Solitär eine besondere architektonische Note setzt. Durch zwei öffentliche Durchgänge wird der Hof mit einem angrenzenden Park verbunden, der auch einen Kinderspielplatz beherbergt. Die Bauhöhe variiert zwischen vier und fünf Geschossen und die Fassade wird durch reliefartige Gliederungen sowie tief eingeschnittene Elemente charakterisiert.

Ein Beitrag zur Wohnraumversorgung

Der Gabelsberger-Block ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland, einem Land, das aktuell mit einem hohen Bedarf an klimafreundlichem Wohnraum konfrontiert ist. Die Ursachen sind vielfältig: gestiegene Bauzinsen, Preissteigerungen, begrenzte Baulandverfügbarkeit, Materialengpässe und der Ukraine-Konflikt tragen zu dieser Situation bei. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat daher verschiedene Förderprogramme ins Leben gerufen, um die Schaffung von Wohnraum zu unterstützen. Hierzu zählen unter anderem milliardenschwere Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und Programme für klimafreundliches Bauen.

Ein Beispiel für solche Fördermaßnahmen ist das Programm für sozialen Wohnungsbau, das dem Bund in den Jahren 2025 bis 2029 23,5 Milliarden Euro bereitstellt. Ziel ist es, Mietwohnraum, Studierendenwohnheime und Azubi-Wohnungen zu schaffen. Diese Programme sind essenziell, um der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die Schaffung von Wohnraum in Aschaffenburg ist somit nicht nur eine lokale, sondern auch eine notwendige Antwort auf die Herausforderungen, die der gesamte Wohnungsmarkt derzeit bewältigen muss.

Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt können Sie die vollständigen Artikel auf Immobilienmanager und SFA nachlesen. Für einen tieferen Einblick in die Förderprogramme des Bundes besuchen Sie bitte die Seite des BMWSB.