Was ist denn da los in Ansbach? Heute beginnt ein aufsehenerregender Prozess gegen einen 26-Jährigen, der sich wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten muss. Wie BR berichtet, wird diesem Mann ein Auftragsmord vorgeworfen. Im Visier der Tat stand ein 41-jähriger Mitarbeiter in leitender Funktion des Sportbekleidungs-Herstellers TEVEO, der berüchtigterweise als eines der bekanntesten Fitness-Unternehmen Deutschlands gilt.

Der Vorfall ereignete sich auf offener Straße in Heilsbronn, wo das Opfer mit mehreren Messerstichen in Hals und Rücken lebensgefährlich verletzt wurde. Zeugen berichten, dass der Komplize des Angeklagten die Fluchtfahrzeuge herbeirief und die beiden Täter in Richtung Frankreich flüchteten. Bei der Staatsanwaltschaft werden die Mordmerkmale Habgier und Heimtücke ins Spiel gebracht, da das Motiv im geschäftlichen Umfeld vermutet wird. Der 41-Jährige selbst konnte den Notruf absetzen, bevor die Rettungskräfte eintrafen.

Hintergründe zur Fitnessmarke TEVEO

Das Unternehmen TEVEO hat seinen Hauptsitz in Elpersdorf, einem Gemeindeteil von Ansbach, und wurde erst 2019 gegründet. Es hat sich schnell einen Namen gemacht, vor allem durch die intensive Nutzung von Influencer-Marketing. Influencer bewerben Produkte und Dienstleistungen über Social Media, was ein zentrales Element der modernen Werbung darstellt, wie itmedialaw erläutert. TEVEO könnte in diesem Zusammenhang auch rechtlichen Risiken ausgesetzt sein, vor allem, wenn in ihren Werbekampagnen falsche Empfehlungen ausgesprochen werden oder gar gefährliche Produkte beworben werden.

Die Rechte von Influencern sind komplex. Oftmals gibt es nur eine vertragliche Haftung zwischen den Influencern und den Unternehmen, jedoch nicht zu den Followern. Solche rechtlichen Aspekte sind für alle Beteiligten, also Influencer, Agenturen und Firmen, von großer Bedeutung. Es ist essenziell, dass bei Kampagnen alle gesetzlich erforderlichen Kennzeichnungen beachtet werden, um Schleichwerbung oder irreführende Werbung zu vermeiden.

Rechtslage und Verantwortlichkeiten

Das rechtliche Geflecht rund um das Influencer-Marketing ist nicht zu unterschätzen. Laut wetzel.berlin greifen hier viele Vorschriften, die die Haftung festlegen. Insbesondere die Einhaltung der Werbekennzeichnungspflichten ist entscheidend, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die Empfehlung der Kanzlei: Influencer sollten sich vertraglich absichern und Verantwortung im Rahmen ihrer Werbekampagnen wahrnehmen.

In diesem Fall wird es nun spannend zu sehen, wie der Prozess verläuft und ob sich die Hintergründe um den versuchten Auftragsmord vollständig aufklären lassen. Der 26-Jährige wurde bereits in Großbritannien festgenommen und befindet sich seit dem 19. März in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage anberaumt, das Urteil soll am 11. Dezember fallen.