In einem festlichen Rahmen wurden heute in der Ansbacher Residenz die Integrationspreise für Mittelfranken verliehen. Bayerns Innen- und Integrationsstaatssekretär Sandro Kirchner sowie Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum überreichten Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.500 Euro, die durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bereitgestellt wurden. Diese Auszeichnung würdigt das wertvolle ehrenamtliche Engagement rund um die Integration geflüchteter Menschen in Bayern.
In diesem Jahr erhielt das Projekt „GeckoPlus – Gemeinsam Kommunizieren Interkulturelle Sprachmittlung in der Diakonie“ den 1. Preis. Träger ist das Diakonische Werk Südfranken e. V., dessen Ziel es ist, geflüchtete und zugewanderte Menschen durch ehrenamtliche Sprach- und Kulturvermittlung zu unterstützen. Aktive Helfer aus Regionen wie Schwabach, dem Landkreis Roth, und anderen Städten stehen bei Arztbesuchen, Schulgesprächen und Behördenangelegenheiten hilfsbereit zur Seite.
Ausgezeichnete Projekte und Initiativen
Der 2. Preis ging an das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“, das von der Regens-Wagner-Stiftung Zell getragen wird. Hier gestalten Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern Verkehrsschilder, die ihre Sicht auf Gerechtigkeit widerspiegeln. Das Projekt fördert nicht nur die Kreativität, sondern bringt auch die Themen Bildung und gesellschaftliches Engagement zusammen.
Zwei 3. Preise wurden ebenfalls verliehen: Der erste fiel an die „Ehrenamtliche Begleitung und Unterstützung älterer pflegebedürftiger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und ihrer Angehörigen“, angeboten von Helfende Hand International – HeHanI e. V. Hier wird eine wichtige Lücke geschlossen, indem ältere, pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützt werden. Auch die Angehörigen erhalten wichtige Hilfestellungen.
Der zweite 3. Preis ging an das „Nürnberger Elternbüro – Schulerfolg und Teilhabe (NEST)“ vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN). Die Eltern unterstützen sich gegenseitig, um Sprachbarrieren und Missverständnisse in schulischen Belangen zu umgehen. Durch diesen Peer-to-Peer-Ansatz wird ein Zusammenhalt geschaffen, der für viele Familien mit Zuwanderungsgeschichte äußerst wertvoll ist.
Integration im Fokus
Das ehrenamtliche Engagement zur Förderung der Integration ist ein zentraler Bestandteil vielfältiger Projekte in Bayern. Unterstützt durch Programme wie das Bundesprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ werden rund 300 Initiativen gefördert, die darauf abzielen, das interkulturelle Miteinander zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Diese Aktionen finden sowohl in Stadtteilen als auch in ländlichen Gebieten statt, um ein besseres wechselseitiges Verständnis zu ermöglichen und Vorurteile abzubauen. Weitere Informationen über geförderte Projekte sind auf der Webseite des Programms zu finden: www.bgz-vorort.de.
Mit der Verleihung der Integrationspreise wurde ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Integration in der Gesellschaft gesetzt. Es ist klar: Die Zusammenarbeit und das Engagement in den Gemeinschaften stehen im Vordergrund und sind entscheidend für ein harmonisches Zusammenleben. Ein großes Lob gebührt allen Preisträgern und den zahlreichen Engagierten, die sich täglich für das Einstehen in unserer Gesellschaft einsetzen! Weitere Nachrichten rund um die Veranstaltung finden Sie unter Regierung Mittelfranken.