Kaum hatte das neue Jahr angefangen, da wurden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Herbertstraße in Ansbach von heftigen Flammen überrascht. Kurz nach Mitternacht, um 0:20 Uhr, wurde ein verheerender Brand gemeldet. Circa 200 Einsatzkräfte, darunter zahlreiche Feuerwehrleute aus der Umgebung sowie Unterstützung von der US-Armee, rückten aus, um die verheerende Situation unter Kontrolle zu bringen. Ein Bewohner erlitt dabei leichte Verletzungen und musste aufgrund einer Rauchgasintoxikation behandelt werden. Weitere Verletzte sind bis jetzt nicht bekannt.
Das betroffene Gebäude setzt sich aus zwei zusammengebauten Mehrfamilienhäusern zusammen, in denen insgesamt 40 Personen gemeldet sind. Bei der Durchsuchung der Wohnungen stießen die Einsatzkräfte auf mehrere Brandherde. Diese zogen sich leider durch verschiedene Einheiten der Wohnungen, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Ein Anwohner beschrieb die Entwicklung des Feuers als alarmierend: „Meterhohe Flammen waren sichtbar.“
Evakuierung und Provisorische Unterbringung
Die Situation war für die Anwohner angespannt, da Dutzende von ihnen dazu gezwungen wurden, ihre Wohnungen in aller Eile zu verlassen. Die Feuerwehr hatte zunächst das Alarmstichwort „Zimmerbrand mit Personengefahr“ ausgerufen, bevor es auf den Ernstfall „B5“ erhöht wurde. Die Evakuierung der betroffenen Personen gestaltete sich als notwendig, um sie in Sicherheit zu bringen. Die Anwohner werden vorübergehend in einer Halle untergebracht, die sich gegenüber dem Brandort befindet.
Der Sachschaden wird auf mindestens zwei Millionen Euro geschätzt. Die genaue Ursache des Feuers bleibt ein Rätsel; die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es ist jedoch anzumerken, dass das Gebäude holzverkleidet war, was im Allgemeinen das Brandrisiko erhöhen kann, wie auch in der FeuerTrutz Statistik über Brandursachen beschrieben. Diese zeigt, dass menschliches Fehlverhalten und elektrische Fehler zu den häufigsten Brandursachen zählen.
Auswirkungen und Präventionsmaßnahmen
Diese Situation in Ansbach verdeutlicht erneut die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen zum Brandschutz. Laut dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS) sind fast 2.000 Brandursachenermittlungen jährlich notwendig, um Schäden zu dokumentieren und geeignete Verhaltensweisen zu fördern. Besonders auffällig ist der Anstieg der Brände, die durch akkubetriebene Geräte verursacht werden, was in der heutigen Zeit, in der Elektronik einen großen Einfluss auf unseren Alltag hat, immer relevanter wird.
Die Brandursachen und die Umstände, die zu diesem verheerenden Vorfall in Ansbach führten, werden weiterhin von den Ermittlungsbehörden untersucht. Dies ist eine tragische Art, das neue Jahr zu beginnen, und die Betroffenen hoffen auf baldige Klarheit und Unterstützung.