Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, findet im König-Ruprecht-Saal des Landratsamtes Amberg-Sulzbach ein Unternehmerfrühstück statt, das sich mit dem drängenden Thema internationaler Fachkräfte befasst. Von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr sind Unternehmer und Akteure der regionalen Wirtschaft eingeladen, sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Fachkräftesicherung auszutauschen. Die Veranstaltung wird von Landrat Richard Reisinger eröffnet und bietet ein spannendes Programm mit Vorträgen von Experten auf dem Gebiet der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen sowie der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland. Die Anmeldungen sind bis zum 23. Februar 2026 möglich und können per E-Mail an wirtschaft@amberg-sulzbach.de gesendet werden. Aufgrund begrenzter Plätze wird eine rasche Anmeldung empfohlen. Für Rückfragen steht die Wirtschaftsförderung Amberg-Sulzbach unter der Telefonnummer 09621 39-170 zur Verfügung.

Die Vorträge werden sich mit wichtigen Themen der Anerkennung und Integration internationaler Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt beschäftigen. Petar Miṧčević wird über die „Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und den Mehrwert für Betrieb und Fachkraft“ referieren. Klaus Speckner hingegen wird „Wissenswertes kompakt“ zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland präsentieren. Diese Themen sind in Anbetracht des anhaltenden Fachkräftemangels in Deutschland besonders relevant. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ist die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen entscheidend, um in Deutschland arbeiten zu können. Neun von zehn Fachkräften mit ausländischer Qualifikation sind nach der Anerkennung erwerbstätig, was die Bedeutung dieser Maßnahmen unterstreicht.

Herausforderungen und Perspektiven

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist nicht nur eine bürokratische Hürde, sondern ein entscheidender Schritt für die Integration von Fachkräften in den deutschen Arbeitsmarkt. Unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Herkunft des Abschlusses ist die Anerkennung erforderlich, insbesondere in reglementierten Berufen wie Ärzten oder Pflegekräften. Im Jahr 2024 wurden 81.858 Anerkennungsbescheide ausgestellt, wobei 86 % der Anträge für Berufsqualifikationen aus Drittstaaten geltend gemacht wurden. Dies zeigt, dass es einen stetigen Anstieg an Neuanträgen gibt, was die Dringlichkeit der Thematik verdeutlicht.

Zusätzlich bietet das Online-Portal „Anerkennung in Deutschland“ wertvolle Informationen und Beratungsangebote in mehreren Sprachen, um den Prozess der Anerkennung zu erleichtern. Arbeitgeber können darüber hinaus ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren für Fachkräfte aus Drittstaaten beantragen, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu vereinfachen. Die Kosten für das Verfahren liegen in der Regel zwischen 200 und 600 Euro, wobei finanzielle Unterstützung möglich ist.

Fachkräftemonitoring und Prognosen

Das Fachkräftemonitoring des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Aufgabe, die zukünftigen Arbeitsmarktströme zu analysieren. Laut den aktuellen Prognosen könnte es bis 2029 zu einem Engpass von etwa 530.000 Fachkräften kommen. Die Analyse berücksichtigt dabei auch ungenutzte Potenziale bei Frauen, Nicht-Deutschen und älteren Arbeitnehmern, um die Fachkräftesicherung nachhaltig zu gestalten. Die zunehmenden Herausforderungen durch demografische Veränderungen, Digitalisierung und den Strukturwandel erfordern eine proaktive Herangehensweise an die Fachkräftesicherung.

Die Veranstaltung am 26. Februar bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich über diese Themen auszutauschen und neue Ansätze zur Integration internationaler Fachkräfte zu diskutieren. Die Verbindung zwischen Theorie und Praxis wird dabei besonders betont, um die Herausforderungen des Fachkräftemangels gemeinsam zu bewältigen. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf oberpfalzecho.de.