Tempe setzt neue Hitzeschutzstandards – Sicherheit für Outdoor-Arbeiter!
Tempe ergreift Maßnahmen zum Schutz von Outdoor-Arbeitern durch neue Hitze-Sicherheitsstandards. Umsetzung ab 2025.

Tempe setzt neue Hitzeschutzstandards – Sicherheit für Outdoor-Arbeiter!
Was tut sich in Tempe? Die Stadt hat kürzlich neue Hitze-Sicherheitsstandards für Arbeiter im Freien verabschiedet, die auf den Schutz und das Wohlbefinden der Beschäftigten abzielen. Diese Standards, die vom Tempe City Council angenommen wurden, gehören zu den umfassendsten Maßnahmen im Bundesstaat Arizona, wie Signalsaz berichtet.
Im Kern der neuen Regelungen steht die Verpflichtung für städtische Abteilungen und Auftragnehmer, schriftliche Hitze-Sicherheitspläne zu erarbeiten. Wichtige Elemente dieser Pläne beinhalten die Bereitstellung von Wasser, Schatten und regelmäßigen Pausen für Mitarbeiter, die im Freien tätig sind. Zudem müssen neue Mitarbeiter spezielle Schulungen und Akklimatisierungsmaßnahmen durchlaufen, um Hitzeerkrankungen vorzubeugen.
Schutzmaßnahmen für Outdoor-Arbeiter
Zu den entscheidenden Anforderungen der neuen Standards gehört:
- Die Bereitstellung von Wasser und Schatten, die innerhalb von 0,25 Meilen von den Arbeitsbereichen zugänglich sein müssen.
- Regelmäßige Pausen im Freien, mindestens 10 Minuten alle zwei Stunden bei Temperaturen über 100°F.
- Jährliche Schulungen zur Hitze-Sicherheit sowie Notfallprotokolle für hitzebedingte Erkrankungen.
- Bilinguale Beschilderung, die Sicherheitsmaßnahmen und Notfallprozeduren klar kommuniziert.
- Ein Whistleblower-Schutz, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende Missstände melden können, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.
Diese umfassenden Maßnahmen wurden vom „Heat Safety for Tempe & Contract Workers Council Subcommittee“ entwickelt, in dem unter anderem Councilmitglieder Randy Keating, Nikki Amberg und Berdetta Hodge sitzen. Unterstützung fanden sie auch bei Arizona Attorney General Kris Mayes und Vertretern mehrerer Legislativbezirke, die sich für den Schutz der Arbeiter starkmachen.
Kontext und Hintergründe
Die hitzebedingten Herausforderungen in Arizona sind nicht zu unterschätzen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Maricopa County 602 hitzebedingte Todesfälle, und die Stadt Tempe hatte während eines Rekordsommers ganze 113 aufeinanderfolgende Tage mit Temperaturen über 100°F. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Stadtrat die Rahmendaten für den Arbeitsschutz dringend überarbeitet hat, um sowohl die Gesundheit als auch die Produktivität der Mitarbeiter zu sichern. ABC15 hebt hervor, dass diese Verordnung von großen Städten wie Phoenix, Tucson und Pima County inspiriert wurde, gerade weil diese ähnliche Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt haben.
Darüber hinaus hat der Stadtrat auch die Lärmschutzverordnung überarbeitet, um den Beginn von Bauarbeiten während der Sommermonate zu regeln. So dürfen allgemeine Bauarbeiten unter der Woche ab 5 Uhr und samstags ab 7 Uhr beginnen, während das Betonieren bereits um 4 Uhr gestartet werden kann. Diese Anpassungen sollen dazu beitragen, die Exposition der Arbeiter gegenüber der Hitze zu vermindern und die Projektzeitpläne zu verbessern.
Was können wir aus dieser neuen Entwicklung lernen? Wie die DGUV feststellt, sind steigende Temperaturen und längere Hitzewellen nicht nur schwer für die körperliche Leistungsfähigkeit, sie erhöhen auch das Risiko für Arbeitsunfälle. Daher sind präventive Maßnahmen, um Beschäftigte vor den Auswirkungen extremer Hitze zu schützen, unerlässlich. Die neuen Standards in Tempe sind ein Schritt in die richtige Richtung für das Wohlbefinden aller outdoor arbeitenden Bevölkerung.
Die Implementierung dieser Standards wird in zwei Phasen erfolgen: Die ersten Anforderungen zu Wasser, Pausen und Schatten treten 30 Tage nach Verabschiedung der Verordnung in Kraft, während die restlichen Vorgaben, einschließlich Schulungen und Beschilderung, am 1. September 2025 wirksam werden.