Neues Katastrophenschutz-Zentrum in Amberg-Sulzbach eingeweiht!
Der Landkreis Amberg-Sulzbach stärkt mit einem neuen Katastrophenschutzgebäude die Notfallbereitschaft für die Zukunft.

Neues Katastrophenschutz-Zentrum in Amberg-Sulzbach eingeweiht!
Am 15. Juni 2025 wurde ein neues Kapitel im Katastrophenschutz des Landkreises Amberg-Sulzbach aufgeschlagen. Mit der Einweihung eines neugebauten Gebäudes auf dem ehemaligen Parkplatz des Gesundheitsamtes wird die Koordination bei potenziellen Katastrophen wesentlich verbessert. Die Investition von rund 7,3 Millionen Euro zeigt, dass hier auf lange Sicht gedacht wird – denn der Katastrophenschutz braucht heutzutage nicht nur moderne Technik, sondern auch adäquate Räumlichkeiten. Dieses neue Zuhause für die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) soll eine zentrale Rolle im Notfallmanagement spielen, wie mittelbayerische.de berichtet.
Die Einweihungsfeier, die von Landrat Richard Reisinger (CSU), Kreisräten, Feuerwehrleuten und den am Bau beteiligten Firmen besucht wurde, war gesegnet von Stadtpfarrer Markus Brunner und Pfarrerin Julia Maser. Sie sprachen dem neuen Gebäude einen ökologischen Segen zu – es wurde nicht nur in umweltfreundlicher Mischbauweise aus Stahlbeton und Holz errichtet, sondern verfügt auch über eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30 kWp sowie energiesparende LED-Leuchten.
Die Räumlichkeiten und deren Bedeutung
Das neue Gebäude bietet auf 210 Quadratmetern im Obergeschoss Büros und multifunktionale Flächen für Lagebesprechungen, die mit Digitalfunkausstattung ausgestattet sind. Im Untergeschoss finden sich Technikräume und Materiallager für die FüGK, während im Erdgeschoss 250 Quadratmeter für die EDV-Abteilung des Landratsamtes bereitstehen. Die alten Räumlichkeiten waren bei den großen Einsätzen wie den Überschwemmungen im vergangenen Jahr und der Corona-Pandemie schlichtweg unzureichend. Der Landkreis hatte vor fünf Jahren beschlossen, dieses neue Gebäude für eine verbesserte Krisenmanagement-Struktur zu errichten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Katastrophenbewältigung wurde am vergangenen Wochenende deutlich, als in Amberg-Sulzbach eine groß angelegte Übung stattfand. Die Feuerwehrkräfte absolvierten einen 150 Kilometer langen Kolonnenmarsch, um die Einsatzbereitschaft im Katastrophenfall zu garantieren. Rund 27 Feuerwehrfahrzeuge und 80 aktive Einsatzkräfte waren dabei am Start, wie nn.de berichtet. Dieser Kolonnenmarsch diente nicht nur der Übung, sondern auch der Evaluierung von Stabsarbeit und der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzgruppen.
Herausforderungen und Weiterbildungen
In einer Welt, in der Katastrophenfälle durch Überflutungen, Starkregen oder sogar Cyberangriffe ausgelöst werden können, wird eine gut vorbereitete Einsatzleitung unerlässlich. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Sensibilisierung der Bevölkerung. In diesem Kontext veranstaltet die Katastrophenschutzakademie regelmäßig Lehrgänge zur Weiterbildung im Katastrophenmanagement. Der bevorstehende Zertifikatslehrgang „Katastrophenmanager (m/w/d)“ vom 12. bis 14. November 2025 richtet sich gezielt an Fach- und Führungskräfte, die ihre Kenntnisse erweitern möchten. Die Teilnehmer werden auf typische Fehler im Katastrophenmanagement vorbereitet und lernen effektive Methoden der Stabsführung, wie katastrophenschutzakademie.de hervorhebt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, die bereichsübergreifende Ausbildung der Einsatzkräfte und die Investition in moderne Infrastruktur gemeinsam für eine starke und schlagkräftige Katastrophenschutzstruktur im Landkreis Amberg-Sulzbach sorgen. Angesichts der Herausforderungen, die die Natur und technologische Entwicklungen mit sich bringen, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.