In der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach fand kürzlich die Bustour „Nächste Haltestelle: Traumjob!“ statt, die in ihrer vierten Auflage über 400 Schüler in die Berufswelt einführte. Diese Initiative, organisiert von der Wirtschaftsförderung Amberg in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulämtern, brachte die Jugendlichen direkt zu 23 Unternehmen. Ziel der Tour ist es, junge Menschen und Betriebe unkompliziert zusammenzubringen und als eines der erfolgreichsten Angebote zur Berufsorientierung in der Oberpfalz gilt sie als wegweisend für die Schüler.

Die Veranstaltung erstreckte sich über zwei Tage und bot den Schülern die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsumgebungen zu erkunden. Von Werkhallen über Pflegeeinrichtungen und Büros bis hin zu Produktionsstätten und einem Hallenbad – die Bandbreite war enorm. Nicht nur konnten die Schüler den Arbeitsalltag hautnah erleben, sie hatten auch die Gelegenheit, direkt mit Ausbildern und Gesellen in Kontakt zu treten. Eine Neuheit in diesem Jahr war die Möglichkeit, sich direkt für Praktika zu bewerben. Flyer mit QR-Codes führten die Teilnehmer zu einem zentralen Bewerbungsformular, was den Prozess erheblich vereinfachte.

Ein Blick auf die Phasen der Berufsorientierung

Die Bustour ist ein hervorragendes Beispiel für die Informations- und Praxisphase in der Berufsorientierung, die mehrere Phasen durchläuft. In der ersten Phase, der Selbstfindungsphase, geht es darum, die eigenen Stärken, Interessen und Ziele zu erkennen. Hierzu können Potenzialanalysen, Gespräche mit vertrauten Personen oder Berufswahltests genutzt werden. Die Informationen aus der Bustour helfen den Schülern, ihre eigenen Präferenzen besser zu verstehen.

In der Informationsphase, die auf die Selbstfindungsphase folgt, recherchieren die Schüler Informationen über Berufe und Bildungswege. Hier kommen Veranstaltungen wie die Bustour ins Spiel, die den Jugendlichen einen direkten Einblick in die verschiedenen Branchen und deren Anforderungen bieten. Solche praxisnahen Angebote sind von unschätzbarem Wert, da sie den Schülern helfen, informierte Entscheidungen zu treffen.

Praktika: Ein Schlüssel zur Berufswahl

Die Entscheidung für einen Beruf wird in der Entscheidungsphase getroffen, wo die Schüler ihre Erfahrungen und Informationen reflektieren. Die Bustour hat auch in dieser Phase einen wichtigen Einfluss, indem sie den Teilnehmern praktische Einblicke in den Berufsalltag ermöglicht. Laut den Experten gibt es für eine fundierte Entscheidung verschiedene Hilfsmittel wie den Berufswahlpass, der zur Dokumentation von Reflexionen dient.

Die Plattform praktikumsstellen.de bietet zusätzlich Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsstellen in Deutschland. Diese Internetplattform ermöglicht es den Nutzern, gezielt nach Praktika in ihrer Stadt oder Region zu suchen und bietet wertvolle Informationen zu Mindestlöhnen und häufigen Fragen rund um das Thema Praktika. Hier finden Schüler nicht nur eine Übersicht über verfügbare Stellen, sondern auch hilfreiche Tipps für den Bewerbungsprozess.

Insgesamt zeigt die Bustour „Nächste Haltestelle: Traumjob!“ nicht nur, wie wichtig praxisnahe Berufsorientierung ist, sondern auch, wie entscheidend der direkte Kontakt zu Unternehmen für die Karriereplanung der Jugendlichen sein kann. Die Veranstaltung wurde für ihre praxisnahe Orientierung ausgezeichnet und wird Ende 2025 mit dem Berufsbildungspreis BOBY geehrt – ein weiterer Beweis für ihren Erfolg.