Inklusion in Amberg: Leichte Sprache für alle – Projekt erfolgreich abgeschlossen!
Amberg fördert Inklusion mit einem Projekt zur Leichten Sprache. Schulungen und barrierefreie Webseiten schaffen Zugänglichkeit für alle.

Inklusion in Amberg: Leichte Sprache für alle – Projekt erfolgreich abgeschlossen!
In Amberg wird ein bedeutender Schritt in Richtung Inklusion gemacht! Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Kennen lernen und Können lernen“, die in den Jura-Werkstätten stattfand, kamen zahlreiche Teilnehmer aus verschiedenen Vereinen sowie der Stadtverwaltung zusammen. Ziel war es, Kenntnisse über Leichte Sprache zu erlernen, um einen besseren Zugang zu Informationen für Menschen mit Lernschwierigkeiten zu schaffen. Wie die Mittelbayerische berichtet, wurde das Projekt von einem engagierten Team unter der Leitung von Volker Glombitza, Sebastian Müller, Matthias Schießl und Nadine Gräml organisiert. Unterstützung erhielt das Team von der Prüfgruppe „Alles klar“, die ebenfalls in den Jura-Werkstätten aktiv ist.
Die Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie Amberg und das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ermöglichte eine umfassende Schulung, die aus zwei Teilen bestand: einer Online-Schulung und praktischen Übersetzungsübungen. Hierbei haben die Teilnehmer relevante Texte in Leichte Sprache übersetzt, wobei die Verständlichkeit geprüft wurde. Das erklärte Ziel war es, Netzwerke zwischen Menschen, die auf Leichte Sprache angewiesen sind, und den Anbietern herzustellen. Dies ist ein guter Schritt zur Barrierefreiheit!
Die Bedeutung von Leichter Sprache
Leichte Sprache kommt besonders wichtig zur Geltung, wenn es darum geht, teilhabefähige Informationen bereitzustellen. Bürgermeister Martin J. Preuß und Bernhard Albrecht hoben in ihren Grußworten hervor, wie entscheidend Leichte Sprache für eine inklusive Gesellschaft ist. Die Übersetzungen aus dem Projekt sollen in der Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und städtischen Behörden Anwendung finden, sodass noch mehr Menschen Zugang zu Informationen haben. Das Angebot für eine Online-Schulung mit dem Titel „sag`s einfach – aber wie?“ wurde für Interessierte zur Verfügung gestellt, um die Kenntnisse weiter zu verbreiten. Die Kontaktdaten für das Büro für Leichte Sprache und die KJF Regensburg stehen ebenfalls zur Verfügung.
Gleichzeitig haben die Stadtwerke Amberg die Initiative zur Barrierefreiheit weiter verstärkt, wie das Oberpfalzecho vermeldete. Hierbei wurde das Ziel ins Leben gerufen, dass alle Bürger, unabhängig von etwaigen Einschränkungen, vollen Zugang zu Informationen und Dienstleistungen haben. Klare Navigation, große Schriftarten und kontrastreiche Designs sind nur einige der Maßnahmen, die in diesen neuen barrierefreien Webauftritten umgesetzt wurden.
Einfache Sprache vs. Leichte Sprache
Ein weiterer Aspekt, der nicht übersehen werden sollte, ist der Unterschied zwischen einfacher und leichter Sprache. Während eine [Einfache Sprache] komplexe Sachverhalte vereinfacht und sich an eine breite Zielgruppe richtet, ist die Leichte Sprache speziell für Menschen mit Lern- und Verständnisproblemen vorgesehen und folgt einem strengen Regelwerk. Bei Letzterer wird darauf geachtet, dass ein Gedanke pro Satz vermittelt wird und schwierige Wörter oder Redewendungen vermieden werden.
Die Maßnahmen dieser beiden Sprachkonzepte und die Entwicklungen bei den Stadtwerken tragen entscheidend zur digitalen Inklusion bei. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt, und die positive Resonanz aus der Gemeinschaft zeigt, dass diese Initiativen angenommen werden. Die Stadt Amberg arbeitet engagiert daran, eine Umgebung zu schaffen, in der jeder die Möglichkeit hat, gleichberechtigt zu partizipieren. Ein großes Lob gilt all den Beteiligten, die sich für diese wichtige Sache stark machen!