Amberg begeistert: Neues taktiles Stadtmodell für alle Sinne!
Das Amberger Stadtmuseum eröffnet ein taktiles Stadtmodell mit Audiodeskription, um blinden und sehbehinderten Besuchern die Altstadt erfahrbar zu machen.

Amberg begeistert: Neues taktiles Stadtmodell für alle Sinne!
In Amberg gibt es Neuigkeiten, die das Kulturleben der Stadt bereichern. Das Amberger Stadtmuseum hat ein ganz besonderes taktiles Stadtmodell ins Leben gerufen, das blinden und sehbehinderten Menschen ein unvergessliches Museumserlebnis ermöglicht. Das innovative Modell zielt darauf ab, die Altstadt mit ihren malerischen Gebäuden und Straßen für alle Besucher erfahrbar zu machen.
Die Idee hinter diesem Konzept ist nicht von ungefähr, denn es wurde in enger Zusammenarbeit mit einer Fokusgruppe sowie Experten entwickelt. Julia Brunner, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, spielte eine Schlüsselrolle bei der Realisierung. Ihr Engagement macht das Museum nun barrierefreier. Das permanente Angebot im Museum hebt die charakteristische Struktur der Altstadt, das sogenannte Amberger Ei, hervor und lässt sich ganz einfach mit den Händen erkunden.
Einzigartige Erlebnisse für alle
Besucher können sich auf ein interaktives Erlebnis freuen: Über einen QR-Code besteht die Möglichkeit, eine detaillierte Audiodeskription der Modellinhalte als DAISY-Hörbuch herunterzuladen. Diese bemerkenswerte Audiodeskription wurde von Julia Brunner selbst sowie der blinden Filmbeschreiberin Hela Michalsky erstellt. Die konkreten Inhalte wurden von Lisa-Marie Hügelschäffer eingesprochen, wodurch das Modell noch lebendiger wird.
Insgesamt sind 19 Gebäude sowie vier Stadttore und wesentliche Straßenzüge taktil erfassbar. Diese Vielfalt ermöglicht einen tiefen Einblick in die Amberger Geschichte und Architektur und macht es zu einem wahren Erlebnis für alle Sinne. Bei der offiziellen Vorstellung des Modells fanden sowohl der dritte Bürgermeister Franz Badura als auch Kulturreferent Dr. Fabian Kern lobende Worte für das Engagement aller Beteiligten und die positive Auswirkung auf die Gemeinschaft.
Finanzierung und Unterstützung
Die Realisierung dieses Projekts wurde durch einen speziellen Etat für barrierefreie Kulturangebote ermöglicht. Bettina Pichlmeier vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. fand ebenfalls begeisterte Worte und unterstützte ausdrücklich die ausgezeichnete Kooperation mit Julia Brunner, die die Initiative ins Leben gerufen hat.
Für Interessierte ist das Amberger Stadtmuseum von Dienstag bis Freitag zwischen 11 und 16 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, montags bleibt es leider geschlossen. Wer weitere Informationen benötigt oder Fragen hat, kann das Museum unter stadtmuseum@amberg.de oder telefonisch unter +49 9621-101284 kontaktieren.
Mit diesem Ansatz zeigt Amberg, dass Kultur nicht nur für einige, sondern für alle zugänglich sein sollte. Ein Engagement, das in jeder Hinsicht zu begrüßen ist.