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Die Wärme- und Energiewende ist in vollem Gange, und das nicht nur in den großen Städten, sondern auch in Amberg. Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, besuchte kürzlich die Stadt und hob sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen für die kommunale Wärmeplanung hervor. Ihr Ziel ist klar: Deutschland strebt bis 2045 Klimaneutralität an, und jede Kommune, so auch Amberg, muss ihren Beitrag leisten. Laut OTV zeigt sich Brantner optimistisch, sieht jedoch bei den neuen Änderungen des „Heizungsgesetzes“ (Gebäudeenergiegesetz) Licht und Schatten.

Das geplante Gesetz soll es ermöglichen, neue Heizungen zu 65% mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Doch hier gibt es Bestrebungen, diese Vorgabe zu lockern, was Brantner mit Besorgnis betrachtet. „Hohe Kosten für Mieter sind zu befürchten“, warnte sie. Zudem sollen sogenannte „Grüngase“ in die neuen Pläne integriert werden, die zwar umweltfreundlich sind, jedoch teuer und nicht flächendeckend verfügbar. Diese Aspekte berücksichtigen auch die Pläne der Stadt, die ihre kommunalen Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellen will, so wie auf der Website des Umweltbundesamtes beschrieben.

Fortschritte in Amberg

Martin Malitzke von den Stadtwerken Amberg teilte mit, dass die kommunale Wärmeplanung schon weit fortgeschritten ist. Der gesetzlich vorgeschriebene Wärmeplan muss bis Juni 2028 vorliegen, und die Stadt ist bereits auf einem guten Weg. Dabei stellt die Altstadt mit ihrem begrenzten Platzangebot, den Lärmschutzbestimmungen und den hohen Tiefbaukosten eine besondere Herausforderung dar. Brantner bezeichnete Amberg als Vorreiter in dieser Planung, wenngleich die Umsetzung noch bevorsteht.

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Im Gespräch mit dena wurde betont, dass die kommunale Wärmeplanung ein strategisches Instrument ist, um die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Die Möglichkeit, unvermeidbare Abwärme zu nutzen, sowie diverse Förderprogramme der Bundesregierung unterstützen die Kommunen dabei, die Wärmewende voranzutreiben.

Langfristige Ziele

Ein zusätzliches Augenmerk hat die Stadt Amberg auf die langfristige Nutzung von Fernwärme gelegt, insbesondere mit Blick auf die Abwärme der Luitpoldhütte. Der Fokus auf Klimaneutralität bis 2045 ist in den Planungen verankert. Auch Hans-Jürgen Bumes, der Oberbürgermeisterkandidat der Grünen, zeigte sich zuversichtlich, die gesteckten Ziele erreichen zu können. Für ihn ist klar, dass Amberg mehr ist als nur ein Teil des Plans – es ist ein Ort, an dem echte Veränderungen in der Wärmeversorgung möglich sind.

Die Entwicklung die Wärmewende betrifft nicht nur Amberg, sondern geht insgesamt Hand in Hand mit den nationalen Klimazielen, die im Bundes-Klimaschutzgesetz festgehalten sind. Regelmäßige Aktualisierungen der Wärmepläne, die Unterstützung durch Beratungsangebote und der umfassende Datenbankaufbau sind wesentliche Maßnahmen, die die kommunale Wärmeplanung aktualisieren und optimieren sollen.

Was in den nächsten Jahren in der Stadt passiert, bleibt abzuwarten. Eines steht fest: Amberg gibt alles, damit die Herausforderung der Wärmewende nicht in einen Stau, sondern in einen Startschuss für eine nachhaltige Zukunft verwandelt wird.