Der Januar 2026 hat in Altötting mit eisigen Temperaturen begonnen. Der Monat zeigte sich überwiegend winterlich kalt, während zeitweise mildere Luftzüge für eine kurze Abwechslung sorgten. Zu Beginn des Monats zog ein kräftiges Tief über Skandinavien, das kalte Polarluft nach Deutschland lenkte. Die Temperaturen sanken zunächst spürbar und der schwache Hochdruckeinfluss sorgte für meist trockenes Wetter. Vom 5. bis zum 8. Januar erlebten wir Dauerfrost mit mäßigem bis strengem Nachtfrost. Am 9. Januar jedoch kündigte sich das Sturmtief „Elli“ an, das die Wetterlage erheblich beeinflussen sollte, wie auch in einem Bericht der Passauer Neuen Presse dokumentiert wird.
Mit dem Eintreffen von Tief „Elli“ am Abend des 9. Januar schob sich eine Warmfront von Südwesten über Deutschland nordostwärts. In den mittleren Landesteilen fiel gebietsweise bis zu 10 cm Neuschnee in wenigen Stunden. Der Nordosten Deutschlands blieb jedoch verschont, da das Hoch „Bronco“ über Skandinavien den Weg blockierte. Während der Niederschlag von der Nordsee bis nach Sachsen zum Erliegen kam, erlebte die Region nördlich des Tiefs frischen, stürmischen Ostwind. An der Nord- und Ostsee gab es teils schwere Sturmböen, die auf Helgoland sogar Geschwindigkeiten von bis zu 108 km/h erreichten. Im Binnenland kam es zu stürmischen Böen zwischen 50 und 70 km/h, was zu starken Schneeverwehungen führte, wie im Bericht des Deutschen Wetterdienstes aufgeführt.
Temperaturen und Niederschläge
Die Temperaturunterschiede zwischen dem Osten und dem Südwesten Deutschlands betrugen zeitweise bis zu 20 Grad: Während am Oberrhein Temperaturen von etwa 10 Grad gemessen wurden, waren es an der Oder rund -10 Grad. Am Samstagfrüh wurden in Coschen, Brandenburg -12 Grad und in Rheinland-Pfalz um +2 Grad verzeichnet. Besonders in Nordfriesland sowie in der Nordosthälfte Niedersachsens bis ins zentrale Sachsen-Anhalt bildete sich eine Schneedecke von 10 bis 20 cm, örtlich sogar bis zu 30 cm. Im Südwesten hingegen schmolz der Schnee aufgrund milderer Luft.
Für den Sonntag war Hochdruckeinfluss prognostiziert, der zu tiefen Temperaturen führen sollte. Im Norden und der Mitte Deutschlands wurden verbreitet -10 bis -15 Grad erwartet, während im Westen milde Luft durch aufkommende Bewölkung und Wind für weniger Kälte sorgte. Eine brisante Glatteislage wurde ab der Nacht zum Montag für große Teile Deutschlands erwartet. Diese Wetterextreme sind eine direkte Folge der gegensätzlichen Luftmassen, die von Tief „Elli“ und Hoch „Bronco“ verursacht wurden.
Ein Blick auf die Wetterhistorie
Diese extremen Wetterbedingungen sind nicht isoliert, sondern stehen im Kontext einer sich verändernden Klimasituation in Deutschland. So war 2024 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,9 Grad Celsius das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. In den letzten 20 Jahren fanden 16 der wärmsten Jahre in Deutschland statt. Dies zeigt, wie der Klimawandel zu extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Stürmen und Starkregen führt. Diese Entwicklungen erfordern verstärkte Anpassungs- und Eindämmungsanstrengungen, wie in einem Bericht von Statista beschrieben.
In Anbetracht der aktuellen Wetterlage in Altötting und der vorangegangenen extremen Bedingungen wird klar, dass wir uns in einem dynamischen Klima befinden, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Zukunft mit sich bringt. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich das Wetter weiter entwickelt und welche Auswirkungen es auf unsere Region haben wird.