In einer bedeutenden Wendung für den Jugendfußball in der Region hat der TSV Neuötting angekündigt, dass er sich zum Saisonende 2025/2026 aus der Jugend-Förder-Gemeinschaft (JFG) Ötting/Inn zurückziehen wird. Diese Entscheidung markiert das Ende einer 14-jährigen Zusammenarbeit, die 2012 mit der Gründung der JFG begann, an der der TSV Neuötting maßgeblich beteiligt war. Mit etwa 110 Kindern stellt Neuötting den Löwenanteil der Gemeinschaft, was die Bedeutung dieser Entscheidung unterstreicht.
Abteilungsleiter Patrick Wurm erklärte, dass der Austritt nicht gegen die JFG gerichtet sei, sondern vielmehr darauf abzielt, die eigene Jugendarbeit im Breitensport zu stärken. „Wir möchten die Jugendarbeit ab dem Sommer wieder eigenständig führen“, so Wurm. Dies geschieht im Kontext neuer Regelungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für JFGs, die ab der nächsten Saison in Kraft treten. Michael Rasp, der erste Vorstand der JFG Ötting/Inn, bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit und wünscht Neuötting viel Erfolg auf ihrem neuen Weg. Er versicherte, dass die JFG mit den verbleibenden Stammvereinen TV Altötting und TSV Kastl weiterhin zielorientiert arbeiten wird. Weitere Informationen zur Zukunft der JFG sollen in den kommenden Wochen folgen. Für mehr Details zu diesen Entwicklungen, siehe auch die Berichterstattung von innsalzach24.
Neuer Weg für die Jugendförderung
Die Pläne des TSV Neuötting spiegeln ein wachsendes Bestreben wider, die Jugendarbeit eigenständig zu gestalten und an die spezifischen Bedürfnisse ihrer jungen Spieler anzupassen. Die Verantwortlichen haben erkannt, dass eine eigenständige Struktur möglicherweise flexibler auf die Herausforderungen im Jugendfußball reagieren kann. Dies könnte auch bedeuten, dass Trainer und Betreuer intensiver auf die Ausbildung und Entwicklung der Kinder eingehen können, was für die Zukunft des Fußballs in der Region von großer Bedeutung ist.
Im Rahmen dieser Veränderungen wird auch die C-Lizenzausbildung für Trainer immer wichtiger. Die Ausbildung ist auf die Bedürfnisse von Trainern im Jugendbereich ausgerichtet und umfasst vier wesentliche Säulen: ICH, SPIEL & SPIELER, ORGANISATION und SYSTEM FUSSBALL. Ziel ist es, eine ganzheitliche Entwicklung der Trainer zu fördern. Die Trainer lernen, spielorientierte und motivierende Trainingsmethoden einzusetzen und dabei ein positives Mannschaftsklima zu schaffen. Dies wird für die zukünftige Jugendarbeit des TSV Neuötting von zentraler Bedeutung sein, da gut ausgebildete Trainer entscheidend für den Erfolg der Jugendmannschaften sind. Weitere Informationen zur C-Lizenz und deren Anforderungen finden sich auf der Website des DFB.
Ausblick auf die Zukunft
Die Entscheidung des TSV Neuötting, sich aus der JFG Ötting/Inn zurückzuziehen, könnte weitreichende Auswirkungen auf die regionale Jugendarbeit haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verbleibenden Vereine und die neu gegründete Struktur des TSV Neuötting entwickeln werden. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein, um weitere Informationen über die Pläne der JFG und die zukünftige Jugendarbeit der Vereine zu erhalten. Die Entwicklungen im Jugendfußball sind stets dynamisch und die Anpassungsfähigkeit der Vereine wird entscheidend sein, um den Bedürfnissen der jungen Spieler gerecht zu werden.



