In Zeiten, in denen die Geburtenrate in Deutschland als rückläufig wahrgenommen wird, zeigen die Landkreise Mühldorf und Altötting eine erfreuliche Entwicklung. Laut Innsalzach24 ist die Zahl der Geburten in dieser Region angestiegen, während sie bundesweit um fast 100.000 gesunken ist von 773.114 auf 677.117 im Jahr.

Im Landkreis Altötting wurden zum Beispiel im Jahr 2005 noch 883 Babys geboren. 2024 knackte die Zahl die 1.000er-Marke und lag bei 975. Ähnlich verhält es sich im Landkreis Mühldorf, wo die Geburtenzahl von 967 im Jahr 2005 auf 1.059 im Jahr 2024 gestiegen ist. Diese positiven Trends setzen sich fort, denn im Landkreis Mühldorf kamen 2023 9 Neugeborene auf 1.000 Einwohner, während es im bundesdeutschen Durchschnitt nur 8,2 waren.

Einwohnerwachstum und Geburtenzahlen

Ein Grund für diese erfreulichen Zahlen könnte das kontinuierliche Wachstum der Bevölkerung in beiden Landkreisen sein. So wuchs die Bevölkerung im Landkreis Mühldorf von 110.930 im Jahr 2005 auf 122.037 im Jahr 2024, während Altötting mit einem Anstieg von 109.227 auf 113.988 ebenfalls zulegen konnte.

Die Entwicklung ist nicht nur auf die Geburtenzahlen in den Landkreisen zurückzuführen, sondern auch auf die Leistungen des „InnKlinikums“ in Mühldorf und Altötting. Hier stiegen die Geburten seit 2015, abgesehen von einem Rückgang im Jahr 2023, kontinuierlich an. Die beiden Kliniken verzeichneten 2015 noch 1.303 Geburten, doch 2024 waren es bereits 1.752. Alle Geburten im Jahr 2023 fanden aufgrund der Schließung der Geburtshilfe in Mühldorf in Altötting statt.

Fachkompetenz als Schlüssel zum Erfolg

Der Vorstandsvorsitzende des „InnKlinikums“, Thomas Ewald, führt den Anstieg der Geburtenzahlen auf die Fachkompetenz und die hervorragende Vernetzung der Kliniken zurück. Der Höhepunkt der Geburten im „InnKlinikum“ wurde 2021 mit 2.092 Kindern erreicht, was die Attraktivität der Region weiter unterstreicht.

Zusätzlich lässt sich die erfolgreiche Entwicklung durch die geburtenstatistischen Kennzahlen erklären. Laut Destatis ist die zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate, TFR), die angibt, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt zur Welt bringt, ein wichtiger Indikator für demografische Entwicklungen. Besonders in der Betrachtung zwischen den unterschiedlichen Regionen wird deutlich, wie die Altersstruktur der Frauen und die soziale Situation dazu beitragen können, dass in manchen Gegenden mehr Kinder geboren werden.

Die Zeichen stehen also auf Veränderung in Mühldorf und Altötting – und das mit positiven Vorzeichen. In einer Zeit, in der „Familie“ hoch im Kurs steht, sind solche Entwicklungen nicht nur beeindruckend, sondern auch ein wichtiges Signal für die Zukunft dieser Regionen.