Heute ist der 15.02.2026, und die Wasserwacht wird erneut auf die Gefahren an unseren Flüssen aufmerksam. Ein Vorfall in Winhöring hat die Aufmerksamkeit der Rettungskräfte und der Öffentlichkeit auf die Risiken gelenkt, die mit dem Aufenthalt in der Nähe von Gewässern verbunden sind. Am frühen Samstagmorgen um 3.45 Uhr erreichte der Notruf „Wassernot 3“ die Wasserwacht-Ortsgruppe Töging-Winhöring. Eine 21-jährige Frau hatte im Ortsteil Kronberg einen Sturz in den Fluss Isen erlitten, während sie nach einer Faschingsveranstaltung zu Fuß unterwegs war und „ihre Notdurft verrichten“ wollte.

An der Stelle des Sturzes befand sich eine betonierte Böschung, die möglicherweise zur Gefahr für die junge Frau geworden ist. Als die Wasserwacht und die Polizei eintrafen, war die Frau bereits an Land. Unklar bleibt, ob sie sich selbst retten konnte oder ob andere Personen ihr zu Hilfe kamen. Sie wurde in einem unterkühlten Zustand dem Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte vor Ort, darunter der Einsatzleiter Wasserrettung und der Schnelleinsatzgruppen-Leiter Nord. Der Intensivhubschrauber „Christoph Regensburg“ war ebenfalls auf dem Weg, wurde jedoch nicht mehr benötigt. Weitere Helfer der Wasserrettung konnten den Einsatz auf der Anfahrt bereits beenden. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Artikel der Passauer Neue Presse zu finden.

Lebensgefahr an Gewässern

Die Wasserwacht München hat in der letzten Zeit wiederholt vor Lebensgefahr an der Isar gewarnt, insbesondere nach anhaltendem Dauerregen. Der Isar-Pegel überschritt in der Nacht zu Dienstag die Meldestufe 1, was zu einer Warnung des Hochwassernachrichtendienstes (HND) führte. Obwohl der Pegel seit dem 31. Juli wieder unter Meldestufe 1 liegt, sind die Uferbereiche aufgeweicht und können wegbrechen. Experten schätzen, dass dieser Zustand in den kommenden Tagen anhalten wird. Daher empfiehlt die Wasserwacht, den Bereich der Isar zu meiden, da das Flusswasser stark getrübt ist, viel Treibholz führt und gefährliche Strömungen aufweist. Zu den möglichen Gefahren zählen Strudel, Wasserwalzen und Unterströmungen.

Die Wasserwacht gibt zudem wichtige Verhaltensregeln heraus: Es wird geraten, nicht in der Isar zu baden, keine Schlauchboote zu fahren und Kinder sowie Hunde vom Wasser fernzuhalten. Besonders gefährlich ist es, sich in der Nähe der Ufer aufzuhalten, da hier Unterspülungen drohen. In den letzten Jahren gab es bei ähnlichen Wasserständen mehrere Einsätze wegen gekenterter Schlauchboote. Die Wasserwacht hat auch gefährliche Situationen mit Kindern festgestellt, die in der Isar spielten. Bei Gefahr sollte man niemals hinterherspringen, sofort den Notruf 112 absetzen und versuchen, einen Rettungsring, ein Seil oder einen Ast zu werfen. Es ist wichtig, den Verunfallten nicht aus den Augen zu verlieren. Weitere Informationen zu diesen Warnungen sind im Artikel der Merkur zu finden.

Wasserrettung im Fokus

Die Vorfälle an unseren Flüssen sind eine wichtige Erinnerung daran, wie schnell es zu gefährlichen Situationen kommen kann. Die Wasserwacht und andere Rettungsdienste sind ständig im Einsatz, um Leben zu retten und Menschen in Not zu helfen. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an die Verhaltensregeln zu halten und die Warnungen der Wasserwacht ernst zu nehmen. Der Schutz von Leben und Gesundheit hat oberste Priorität, insbesondere in den wechselhaften Jahreszeiten, in denen Wetterbedingungen schnell umschlagen können.