In Altötting, bekannt für seine malerischen Kapellen und die charmante Innenstadt, haben sich kürzlich fünf Kinder im Stadtrat zu Wort gemeldet. Bei einer Präsentation am 12. November, geleitet von Jugendpfleger Sebastian Maier, brachten sie ihre Wünsche und Bedürfnisse in ein neues Beteiligungsformat ein. Diese Initiative wurde durch den Kontakt im Jugendtreff angestoßen, wo sich am 27. September rund 45 Kinder und Jugendliche versammelten. Über 1000 Einladungen wurden an Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren verschickt, um ihre Meinungen zu sammeln.
Die zentralen Fragen, die in den Gesprächen aufkamen, lauteten: „Was läuft gut in Altötting?“ und „Wo gibt es Verbesserungsbedarf?“ Die Rückmeldungen waren überaus positiv: Die Teilnehmer hoben die Sauberkeit der Stadt, die Qualitäten des Freibades, die Schulen sowie die Natur und die Bücherei hervor. Besonders hervorzuheben ist, dass 50% der Kinder sich sehr wohl fühlen, während andere die Sicherheit als „geht so“ bewerten. Dies ist erfreulich, da Altötting eine geringe Kriminalitätsrate aufweist, was die allgemeine Lebensqualität steigert.
Engagement für die Jugend
Bürgermeister Stephan Antwerpen nimmt die Anliegen der Kinder ernst und plant, die Freizeitangebote in der Stadt auszubauen. Dazu zählen neue Spielplätze und ein BMX-Park, für die bereits eine Fläche erworben wurde. Auch die Modernisierung des Fahrradnetzes steht auf der Agenda. Die Vorschläge der Kinder für den Jugendtreff, zu denen Sitzgelegenheiten, kostenloses WLAN und eine Küche gehören, sind größtenteils bereits umgesetzt worden. Die Präsentation der Kinder erhielt großen Applaus, und Bürgermeister Antwerpen betonte die Ernsthaftigkeit ihrer Anliegen.
Das Stadtleben in Altötting bietet viele Angebote für Kinder und Jugendliche. Unter anderem gibt es Informationen zu Kindertagesstätten, Schulen und Spielplätzen. Das jährliche Ferienpass-Programm hält viele spannende Aktivitäten bereit. Das Jugendbüro ANJAR (Alt-Neuöttinger Jugendarbeit) ist eine wichtige Anlaufstelle und organisiert jährlich den Jugendaustausch mit der Partnerstadt Loreto. Gott sei Dank stehen den Jugendlichen auch erfahrene Jugendpfleger wie Kathrin Schüßler und Janik Henneberger zur Seite, um Beratung in vielen Lebensbereichen zu bieten – sei es zu Themen wie Jugendschutz, Medien oder Gewaltprävention.
Neue Impulse für die Jugendbeteiligung
Diese Aktivitäten in Altötting stehen im Einklang mit dem Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung, der vom Bundesjugendministerium entwickelt wurde und bis 2025 läuft. Ziel des Plans ist es, jungen Menschen eine direkte, sichtbare und wirkungsvolle Mitgestaltung an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen. Auch auf bundespolitischer Ebene wird der Dialog zwischen Jugend und Politik gefördert, um deren Belange zu vertreten und zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse des Aktionsplans wurden bereits in einer Broschüre festgehalten, die im Februar 2025 veröffentlicht wurde. Zahlreiche Initiativen, wie die JugendPolitikTage und die BundesJugendKonferenz, bieten Foren für den Austausch von Ideen zur Jugendstrategie. Ein wichtiger Bestandteil dieser Bemühungen ist das Bundeskompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung, das die Qualität und Effektivität der Beteiligungsprozesse weiter steigern möchte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stadt Altötting in einer erfreulichen Entwicklung steckt: Die Stimme der Kinder wird gehört und ernst genommen. Es bleibt spannend zu beobachten, welche weiteren Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt unternommen werden.