Das Krankenhausjahr 2025 war für das „InnKlinikum“ Altötting-Mühldorf ein Jahr voller Herausforderungen und Erfolge. Vorstandsvorsitzender Ewald Thomas berichtete jüngst, dass das Jahr prägend war, insbesondere durch die Einweihung des neuen Bettenhauses in Mühldorf im September. Diese bedeutende Veranstaltung zog über 1.500 Besucher an und wurde von der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Judith Gerlach, als „großartig“ und „vorbildlich“ gewürdigt.
Im Allgemeinen zeigt sich das „InnKlinikum“ auf einem guten Weg. Die stationären Patientenzahlen stiegen von 32.000 im Jahr 2022 auf geschätzte 36.100 im Jahr 2025. Diese positive Entwicklung folgt auf die Fusion und den damit verbundenen Strukturwandel, welche das Defizit von 33,4 Millionen Euro im Jahr 2023 auf geschätzte 23,1 Millionen Euro reduzieren konnten. Ewald betonte, dass es zwar unrealistisch sei, schwarze Zahlen bei kommunalen Kliniken zu erwarten, aber für 2026 wurde ein Defizit von unter 20 Millionen Euro ins Visier genommen.
Neuausrichtung und Zusammenarbeit
Das „InnKlinikum“ hat sich aktiv um die Zukunft gesorgt, indem es umfassende Maßnahmen zur Modernisierung und Neuausrichtung der Standorte in Haag und Burghausen ergriffen hat. Diese sind nun als Gesundheitszentren mit einem klaren Fokus auf ambulante Medizin und Therapieangebote aufgestellt. Landrat Max Heimerl hebt die Stabilisierung und zukunftsfähige Aufstellung des Unternehmens hervor. In Mühldorf wird zudem ein Notfallzentrum betrieben, das täglich rund 70 Notfallpatienten behandelt, während es in Altötting etwa 111 sind.
Die Krankenhausreform, die auch von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach maßgeblich vorangetrieben wird, bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Diese Reform zielt darauf ab, die ländliche Versorgung aufrechtzuerhalten. Lauterbach betont, dass ohne Reform zwei von drei Krankenhäusern Defizite erwirtschaften könnten. Das „InnKlinikum“ reagiert darauf mit Investitionen und einer engeren Vernetzung mit dem ambulanten Sektor.
Zukunft gemeinsam gestalten
Ein wichtiger Aspekt der Neuausrichtung des „InnKlinikums“ ist das neu eingeführte „Weaning“-Angebot in Mühldorf sowie der Aufbau einer Neurochirurgie in Altötting. Neben diesen weiteren Angeboten wird seit Juli 2025 ein ganzheitliches Betreuungskonzept für frischgebackene Eltern angeboten. Der Plan ist es, durch die strukturierten Ausbildungsabschnitte im Rahmen des Programms „Beste Landpartie Allgemeinmedizin“ jungen Mediziner:innen eine Karriere im ländlichen Raum schmackhaft zu machen.
Die starken Rückmeldungen der Mitarbeitenden sind entscheidend für einen reibungslosen Transformationsprozess. Ewald bedankt sich für den Einsatz und die Flexibilität des Teams. Mit einem kontinuierlichen Fokus auf Verbesserungen ist das „InnKlinikum“ gut aufgestellt, um auch in den kommenden Jahren den Herausforderungen der Krankenhausversorgung in Bayern gerecht zu werden.