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In der heutigen digitalen Welt, in der Kinder und Jugendliche mit einer Vielzahl von Medien aufwachsen, hat die Bundesregierung das Ziel, den Schutz dieser jungen Nutzer im Internet zu verbessern. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Einrichtung einer Expertenkommission, die Empfehlungen zur Sicherheit im Internet erarbeiten soll. Im Rahmen dieses Engagements wird am Samstag, den 21. März 2026, von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr ein Workshop unter dem Titel „Kinder- und Jugendbeteiligung: Gestalte mit uns ein sicheres Internet für junge Menschen“ stattfinden. Organisiert vom Landratsamt und der Stiftung Digitale Chancen, richtet sich dieser Workshop an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und findet im Landratsamt in der Münchener Str. 9, Aichach, statt.

Der Workshop zielt darauf ab, die aktive Beteiligung junger Menschen zu fördern. In Gesprächsrunden und kreativen Formaten haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen, Wünsche und Forderungen zu äußern. Dies soll eine stärkere Einbeziehung der Stimmen junger Menschen in Diskussionen über Online-Sicherheit und digitale Teilhabe gewährleisten. Zudem werden Informationen über die Online-Rechte der Teilnehmenden bereitgestellt. Eltern sind eingeladen, ihre Kinder zur Teilnahme zu ermutigen. Der Workshop ist kostenlos und es werden Snacks und Getränke bereitgestellt. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich, die bei Bildungsmanager Götz Gölitz unter der E-Mail-Adresse goetz.goelitz@lra-aic-fdb.de erfolgen kann. Mehr Informationen sind auch auf der Webseite des Landratsamts zu finden (https://lra-aic-fdb.de/aktuelle-ereignisse/aktuelles/).

Risiken im digitalen Raum

Die Gefahren, denen Kinder und Jugendliche im Internet ausgesetzt sind, sind vielfältig. Laut einer aktuellen JIM-Studie besitzen 96% der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone. Dies bringt jedoch auch Risiken mit sich, darunter den Zugang zu kinder- und jugendgefährdenden Inhalten wie gewaltverherrlichenden Spielen oder pornografischen Videos. Cyberkriminalität ist ein weiteres ernstes Problem, das Phishing, Schadsoftware und Datendiebstahl umfasst. Um Eltern und Pädagogen über diese Gefahren zu informieren, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Serie „Zwischen Reels und Regeln“ ins Leben gerufen, die Themen wie E-Mail-Sicherheit, Cyber-Grooming und die Risiken von Smart Toys behandelt (https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Kinderschutz-im-Internet/kinderschutz-im-internet_node.html).

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Ein besonders besorgniserregendes Thema ist Cybermobbing, das über soziale Medien und Messenger-Dienste verbreitet wird. Hier ist es wichtig, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Anlaufstellen für Hilfe bereitzustellen. Zudem müssen Kinder über die Sicherheit von Apps und technische Schutzmaßnahmen aufgeklärt werden. Ein Bewusstsein für die Gefahren des Internets ist entscheidend, um einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu gewährleisten.

Kompetenzen für ein sicheres Surfen

Um Kinder und Jugendliche zu befähigen, sicher im Internet zu navigieren, hat eine Forschergruppe der Universität Mannheim ein Kompetenzmodell entwickelt. Dieses Modell unterteilt wichtige Fähigkeiten in fünf Bereiche: identifizieren, schützen, entdecken, reagieren und wiederherstellen. Zu den wesentlichen Kompetenzen gehören das Bewusstsein für Schadsoftware, der sichere Umgang mit Internetverbindungen sowie das Erkennen von Cyberattacken. Kritisches Denken spielt ebenfalls eine zentrale Rolle; Kinder müssen lernen, Informationen zu hinterfragen und Manipulationen zu erkennen.

Die Ergebnisse der Studien sollen in pädagogischen Leitfäden und kostenlosen Spielen auf der Webseite supercyberkids.eu einfließen, um allen Kindern, auch aus bildungsbenachteiligten Familien, den Zugang zu wichtigem Wissen über digitale Gefahren zu ermöglichen. Die Stiftung Medienpädagogik Bayern unterstützt diese Aufklärung und bietet Materialien für Lehrkräfte an. So wird das Ziel verfolgt, die Internetkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu steigern und sie vor den täglichen Gefahren im Netz zu schützen, die von Schikanen über Mobbing bis hin zu Missbrauchsversuchen reichen können (https://www.br.de/nachrichten/wissen/das-muessen-kinder-und-jugendliche-ueber-sicherheit-im-netz-wissen,V5pUHCZ).