Am Sonntagabend war das Foyer des Landratsamtes Aichach-Friedberg von Anspannung geprägt. Aktuelle und ehemalige Kandidatinnen und Kandidaten bei Kommunalwahlen waren anwesend, um den bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Landkreises zu begleiten. Der amtierende Landrat Klaus Metzger (CSU) war sichtlich nervös und reflektierte über seine 12-jährige Amtszeit, die am 1. Mai enden wird. In zwei Wochen wird die Nachfolge in einer Stichwahl entschieden, die zwischen Peter Tomaschko (CSU) und Marc Sturm (Freie Wähler) stattfindet. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Augsburger Allgemeinen.
Die bevorstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026 sind von großer Bedeutung für den Landkreis Aichach-Friedberg. Klaus Metzger hat seinen Rücktritt nach zwei Amtszeiten angekündigt, was die politischen Landschaften neu ordnen könnte. Fünf Kandidaten bewerben sich um das Amt des Landrats: Peter Tomaschko (CSU), Klaus Habermann (SPD), Katrin Müllegger-Steiger (Grüne), Marc Sturm (Freie Wähler) und Simon Kuchlbauer (AfD). Jeder von ihnen bringt unterschiedliche Schwerpunkte und Visionen mit, die die Wähler überzeugen sollen, wie die Niederbayerische Nachrichten berichtet.
Die Kandidaten im Fokus
Peter Tomaschko, 52 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, möchte sich insbesondere für Bürokratieabbau und eine effizientere Verwaltung einsetzen. Moderne digitale Lösungen und eine bessere Erreichbarkeit der Behörden stehen auf seiner Agenda. Klaus Habermann, der ehemalige Bürgermeister von Aichach, bringt 30 Jahre Erfahrung mit und legt seinen Fokus auf Bildungs- und Gesundheitsfragen sowie die Internetversorgung und Windkraftnutzung.
Katrin Müllegger-Steiger von den Grünen, 48 Jahre alt und stellvertretende Landrätin, thematisiert Frauen in der Politik und nachhaltige Entwicklung. Marc Sturm, 43 Jahre alt und Rechtsanwalt bei den Freien Wählern, fordert Einsparungen im Landkreis und beschäftigt sich intensiv mit den Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Landratsamtes, die auf 46,9 Millionen Euro geschätzt werden. Zudem setzt er sich für den Erhalt der Krankenhausstandorte in Aichach und Friedberg ein. Simon Kuchlbauer von der AfD, 48 Jahre alt und promovierter Historiker, hat das Ziel, die Finanzen zu stabilisieren und die Bürgerbeteiligung zu fördern. Seine Verbindungen zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“ könnten allerdings Wähler beeinflussen.
Ein Zeichen für die Zukunft
Eine bemerkenswerte Aktion, die den Zusammenhalt im Landkreis symbolisiert, fand kürzlich statt. Peter Tomaschko, Klaus Habermann und Katrin Mülleger-Steiger pflanzten eine Stieleiche vor dem Landratsamt Aichach. Diese Aktion war Teil der „Baumpflanzchallenge“ 2025, die vom scheidenden Landrat Dr. Klaus Metzger initiiert wurde, nachdem er von Hollenbachs Bürgermeister Xaver Ziegler nominiert worden war. Dr. Metzger hatte zuvor selbst einen Birnbaum der Sorte „Prinzessin Marianne“ gepflanzt und alle Kandidaten demokratisch gewählter Parteien zur Teilnahme an der Challenge eingeladen. Auch die Stieleiche hat eine besondere Bedeutung, da ihr Blatt im Wappen des Landkreises und der Stadt Aichach enthalten ist. Dr. Metzger betonte den symbolischen Wert dieser Aktion für Zusammenhalt und Verantwortung im Kommunalwahlkampf, wie auf der Webseite des Landratsamtes Aichach-Friedberg erwähnt.
Die Wahlen am 8. März 2026 werden nicht nur entscheidend für Aichach-Friedberg sein, sondern auch als Gradmesser für die politische Stimmung in Bayern gelten. Insbesondere die Konkurrenz zwischen Freien Wählern, CSU, SPD und Grünen um die Wählergunst verspricht einen spannenden Wahlkampf. Die Kandidaten haben bis zur Wahl Zeit, ihre Ideen zu präsentieren und die Wähler von ihren Visionen zu überzeugen.



