Im Landkreis Aichach-Friedberg tut sich einiges im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Unterstützung für Vereine, Unternehmen, soziale Einrichtungen und Privatpersonen beim Ausbau von Photovoltaikanlagen ist ein wichtiges Thema. Die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt bietet individuelle Beratungen an, um die Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung von Solarenergie zu unterstützen. Ziel dieser Photovoltaikanlagen ist es, die Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen zu fördern, die Energiekosten zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Investitionskosten für diese Anlagen amortisieren sich in der Regel innerhalb weniger Jahre, was sie zu einer attraktiven Option für viele Haushalte macht.

Allerdings ändern sich die politischen Rahmenbedingungen und Vorschriften häufig, was den Zugang zu PV-Anlagen manchmal erschweren kann. Die Beratungen behandeln daher auch aktuelle Fragen zu Regeln, Förderungen und dem wirtschaftlichen Betrieb von PV-Anlagen. Die kostenlose Vor-Ort-Beratung im Rahmen der Solaroffensive richtet sich an Vereine, Unternehmen, soziale Einrichtungen und Wohnungseigentümergemeinschaften. Für Privatpersonen gibt es ein 45-minütiges Beratungsangebot der Verbraucherzentrale, das wahlweise im Landratsamt, telefonisch oder per Video stattfinden kann. Der nächste Termin für die PV-Beratung für Privatpersonen ist am Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags. Eine Anmeldung für die Beratungsangebote ist erforderlich und kann telefonisch unter 08251/92-232 oder per E-Mail an Klimainfo@lra-aic-fdb.de erfolgen. Weitere Informationen sind auf der Website des Landratsamtes zu finden, die hier eingesehen werden kann.

Aktuelle Förderungen und Regelungen

Zusätzlich zu den lokalen Initiativen gibt es auch auf Bundesebene bedeutende Entwicklungen im Bereich der Photovoltaik. So wurde die Förderung für größere Solaranlagen ab 40 kW auf Dächern um 1,5 Cent pro kWh erhöht. Ab 2026 werden die Ausschreibungsmengen für große PV-Dachanlagen auf 2,3 GW pro Jahr erhöht, was einen weiteren Anstieg des Ausbaus von Photovoltaikanlagen in Deutschland erwarten lässt. Die Teilnahme an Ausschreibungen wird ab 750 kW verpflichtend, jedoch gibt es zunächst eine einjährige Übergangszeit.

Für kleinere Anlagen gibt es ebenfalls Erleichterungen: Anlagen bis 200 kW können Überschussmengen ohne Vergütung an Netzbetreiber weitergeben. Zudem entfällt die Zertifikatspflicht für Anlagen mit weniger als 270 kW Einspeiseleistung oder 500 kW installierter Leistung, was den Nachweis für kleinere Anlagen einfacher macht. Auch die Direktvermarktung wird durch vereinfachte Regelungen begünstigt, was die Integration von PV-Anlagen in den Strommarkt weiter erleichtert. Eine umfassende Übersicht über die neuen Regelungen und Förderungen findet sich auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft, die hier aufgerufen werden kann.

Ein Blick in die Zukunft

Die Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland zeigt, dass sowohl lokale als auch bundesweite Initiativen auf das gleiche Ziel hinarbeiten: die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Diese Maßnahmen sind nicht nur ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energiezukunft, sondern bieten auch zahlreiche wirtschaftliche Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger. Während die Politik die Rahmenbedingungen fortlaufend anpasst und fördert, ist es umso wichtiger, dass die Bevölkerung gut informiert ist und die Angebote aktiv nutzt, um von den Vorteilen der Solarenergie zu profitieren.