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Am 13. Oktober 2025 ist es an der Zeit, sich mit einem dringend wichtigen Thema auseinanderzusetzen: weibliche Genitalbeschneidung, auch bekannt als FGM/C. Fadumo Korn, die Vorsitzende des Vereins NALA e.V. und selbst Betroffene, spricht über die einschneidenden Auswirkungen dieser Praxis. Korn hat als Kind in Somalia diese grausame Prozedur erleben müssen und setzt sich heute vehement in Deutschland gegen FGM/C ein. Sie ist nicht nur aktiv, sondern auch mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet worden, unter anderem mit der Bundesverdienstmedaille und dem Bayerischen Verdienstorden. Ihr Anliegen ist es, die Rechte von Mädchen und Frauen zu verteidigen und dem Stigma von FGM entgegenzuwirken.

Mit über 230 Millionen Mädchen und Frauen, die weltweit von FGM betroffen sind, sind die Dimensionen dieser Menschenrechtsverletzung enorm. Die WHO berichtet, dass solche Praktiken vor allem in 30 Ländern Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens verbreitet sind. Die Körper und Seelen der Betroffenen leiden unter schwerwiegenden Komplikationen, die von starken Schmerzen über psychische Probleme bis hin zu lebenslangen gesundheitlichen Beeinträchtigungen reichen. Korn fordert daher mehr Aufklärung und Sensibilisierung.

Aufklärung und Diskussion

Um diesem Anliegen Gehör zu verleihen, wird am 23. Oktober 2025 im Cineplex Aichach die BR-Dokumentation „Das grausame Ritual“ vorgestellt. Im Anschluss daran wird eine Diskussion stattfinden, an der neben Fadumo Korn auch der Regisseur Ulrich Hagmann, Fachärztin Dr. med. Shirin Hunstiger und Psychologin Julia Achtner teilnehmen. Diese Veranstaltung ist eine großartige Möglichkeit für alle Interessierten, sich über die Folgen und die Realität von FGM auszutauschen und Fragen zu stellen.

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Ein weiteres Highlight ist der Halbtages-Fachtag am 25. Oktober 2025 im Kreisgut Aichach, der sich speziell mit der Unterstützung für betroffene Frauen und Mädchen beschäftigt. Die Referentinnen Dr. med. Shirin Hunstiger, Mirjam Keita-Schlosser und Julia Achtner werden wertvolle Einblicke bieten. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei, es ist jedoch eine vorherige Anmeldung über die VHS notwendig. Besonders lobenswert ist die Möglichkeit einer kostenfreien Kinderbetreuung während des Fachtags – das macht es für viele Familien einfacher, daran teilzunehmen.

Die gesundheitlichen Folgen von FGM

Laut den Daten der WHO ist es unabdingbar, das Bewusstsein über die medizinischen und psychischen Folgen von FGM zu schärfen. Die Prozedur birgt gefährliche Risiken wie starke Blutungen, Infektionen und psychische Traumatisierung, die dennoch eine viel zu hohe gesellschaftliche Akzeptanz genießen. FGM wird häufig aus sozialen Normen und dem Druck zur Konformität heraus vollzogen, obwohl es dafür keinerlei medizinische oder religiöse Rechtfertigung gibt.

Die WHO hat die Nulltoleranz gegenüber FGM festgelegt und fordert Gesundheitsdienstleister auf, diese Praktiken nicht zu unterstützen. Ihre umfassenden Strategien zur Bekämpfung dieser Menschenrechtsverletzung unterstreichen die Dringlichkeit, einen Wandel herbeizuführen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, den betroffenen Frauen und Mädchen die notwendige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.

Fadumo Korn arbeitet unermüdlich daran, diese Themen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und mehr Menschen für die Rechte von Mädchen und Frauen zu sensibilisieren. Ihre Stimme ist eine der vielen, die dazu beitragen, dass FGM ein Ende findet. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass keine junge Frau mehr unter dieser horrenden Praxis leiden muss.

Für mehr Informationen und zur Anmeldung zu den Veranstaltungen, die FGM näher thematisieren, besuchen Sie Landratsamt Aichach-Friedberg oder die Weltgesundheitsorganisation.